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Biblische Personen

Daniel

Teil 1: Reinheit

Wenn du Gott treu sein willst, musst du dich rein halten.

Daniel und seine drei Freunde waren Juden aus Israel. Ihre Namen waren Hananja, Mischaël und Asarja. Der mächtige König Nebukadnezar hatte sie nach Babylon gebracht. Babylon war damals eine große Stadt. Heute ist Babylon eine Ruine. Sie liegt im Lande, das heute Irak heißt. König Nebukadnezars Beamter gab Daniel und seinen drei Freunden neue Namen. Daniel nannte er Beltschazar. Daniels drei Freunde nannte er Schadrach, Meschach und Abednego.

Daniel und seine Freunde sollten drei Jahre lang ausgebildet werden. Dann sollten sie auch Beamter des Königs werden. Der König hat für sie einen Speiseplan aufgestellt. Daniel und seine Freunde sollten das gleiche essen und trinken, wie der König selbst.

Daniel hörte, dass er die gleiche Speise bekommen soll, wie der König. Er suchte das Gespräch mit dem Beamten des Königs.

„Diese Speise kann ich leider nicht essen,“ sagte Daniel. „Es macht mich unrein vor Gott.“ Wir wissen nicht genau, warum Daniel von der Speise des Königs nicht essen wollte. Vielleicht waren in dieser Speise Lebensmittel, die für die Juden verboten waren, zum Beispiel Schweinefleisch. Eine Liste der Lebensmittel, die für die Juden verboten waren, findet man in der Bibel im 3. Buch Mose im 11. Kapitel. Vielleicht aß der König Fleisch, das man den falschen Göttern geopfert hatte. Wir wissen es nicht genau. Klar ist aber: Daniel und seine Freunde wollten es nicht essen. Sie wollten rein bleiben vor Gott.

Daniel

„Der König möchte, dass ihr gesund und stark werdet,“ antwortete der Beamte. „Sonst wird er mich umbringen!“

Daniel hatte einen guten Vorschlag. „Probieren wir es aus,“ sagte er. „Wir essen Gemüse und trinken Wasser. Nach zehn Tagen schauen wir, ob wir gesund und stark sind.“

Der Beamte war einverstanden. Zehn Tage lang gab er Daniel und seine Freunde Gemüse und Wasser. Am Schluss sahen sie besser aus als alle die anderen jungen Männer. So brauchten Daniel und seine Freunde die Speise des Königs nicht zu essen. Sie blieben rein vor Gott.

Jesus hat sehr deutlich gesagt: durch Essen und Trinken werden wir nicht unrein vor Gott. Das kann man lesen in der Bibel, im 7. Kapitel des Evangeliums nach Markus, die Verse 18 bis 23. Doch gibt es in unserer Zeit andere Dinge, die uns vor Gott unrein machen.

Der Egoismus macht uns unrein vor Gott. Was ist Egoismus? Viele Leute sagen: „Mein Leben gehört mir! Ich will das Leben genießen!“ Das ist Egoismus. Doch in der Bibel steht:

„Dein Leben gehört dir nicht mehr. Du bist teuer erkauft worden.“ (1. Kor. 6,19).

Unser Leben ist ein Geschenk Gottes. Es gehört ihm. Man darf dieses Geschenk Gottes nicht zerstören (Mord). Man darf auch das eigene Leben nicht nehmen (Selbstmord). Man darf dieses Geschenk Gottes auch nicht verschwenden. Nicht nur das. Wenn du an Jesus glaubst, gehört dein Leben ihm doppelt. Jesus hat einen hohen Preis für dich bezahlt. Er hat sein eigenes Leben für dich gegeben. Er starb am Kreuz für dich. Deshalb gehört dein Leben ihm.

Der Materialismus macht uns auch unrein vor Gott. Was ist Materialismus? Viele Leute denken nur an Besitz. Ein gemütliches Haus, ein großes Auto, ein Fernseher mit Großbildschirm, ein schneller PC, ein neues Handy, Urlaub in der Sonne. Das ist Materialismus. Doch Jesus sagte:

„Das Leben eines Menschen hängt nicht von seinem Wohlstand ab“ (Lukas 12,15).

Viele Leute sagen: „Wenn dir etwas gefällt, kauf es doch!“ Wenn sie kein Geld haben, nehmen viele einen Kredit auf. Aber die Bibel sagt:

„Durch Liebe zum Geld kommen allerhand Probleme.“ (1. Tim. 6,10).

Im Fernsehen kommen viele Kochsendungen. Viele Leute denken nur ans Essen und Trinken. Sie leben nach dem Motto „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!“ (1.Brief des Apostels Paulus an die Korinther, Kapitel 15 Vers 32). Wir müssen essen und trinken, um zu leben. Aber wir leben nicht, nur um zu essen und zu trinken!

Der Hochmut macht uns auch unrein vor Gott. Hochmut bedeutet Stolz. Das Gegenteil von Hochmut und Stolz ist Demut. Die Bibel sagt:

„Streite nicht mit anderen, gib nicht an. Lass anderen Leuten den Vortritt.“ (Phil. 2,22-23).

Jemand hielt eine Predigt über diese Bibelstelle. Nachher kam ein Mann zum Prediger. Er war sehr aufgeregt. „Ich bin nicht einverstanden!“ sagte er zum Prediger. „Ja, wir sollen demütig sein vor Gott. Aber nicht vor anderen Leuten!“ Dieser Mann war stolz. Er machte sich unrein vor Gott.

Der Ärger macht uns auch unrein vor Gott. Wir ärgern uns über unseren Ehepartner, über die Kinder, über die Eltern, über Arbeitskollegen, über den Chef, über die Nachbarn, über andere Autofahrer. Jesus erzählt von weiteren Dingen, die uns unrein vor Gott machen. Die Liste findet man im Evangelium nach Markus, Kapitel 7, Verse 21 und 22.

Der Sex kann uns auch unrein machen vor Gott. Gott hat den Sex gemacht. Der richtige Platz für Sex ist in der Ehe. Die Ehepartner sollen Freude aneinander haben. Sex außerhalb der Ehe macht uns unrein vor Gott. Wenn man an Jesus glaubt, soll man vor der Ehe keinen Sex haben. Ehepartner, die Jesus nachfolgen, sollen keinen Sex mit anderen Frauen und Männern haben.

Daniel und seine Freunde hatten beschlossen: „Wir wollen nicht vor Gott unrein werden!“ Wenn du an Jesus glaubst, sollst du es auch so machen. Gott gibt dir die Kraft dazu. Gott gibt dir die Kraft durch sein Wort, die Bibel. Lies es jeden Tag. Gott gibt dir die Kraft durch seinen Heilige Geist, der in dir wohnt. Lass ihn dein Leben füllen. Gott gibt dir die Kraft durch Gemeinschaft mit anderen, die Jesus nachfolgen. Geh zum Gottesdienst in der Christlichen Gehörlosen-Gemeinschaft.

Fortsetzung folgt!

 

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de