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Das Buch Daniel Kapitel 11

Die Verfolgung der Juden durch Antiochus Epiphanes

Das 11. Kapitel des Danielbuches erzählt:

  • Vom Höhepunkt und Niedergang des Persischen Reiches und der Aufstieg Griechenlands unter Alexander dem Großen - Verse 2-3
  • Die Aufteilung des Griechischen Reiches nach Alexanders Tod und die Mächtkämpfe zwischen seinen Nachfolgers, den Seleuziden und Ptolomäern – Verse 4-20
  • Die Karriere (Laufbahn) des Seleuzidenfürsten Antiochus Epiphanes – Verse 21-45

Die ersten Verse des 11. Kapitels des Danielbuches wiederholen kurz, was Daniel schon im 8. Kapitel gelernt hatte. In Kapitel 8 hatte Daniel eine Vision von einem Widder mit zwei Hörnern (Daniel Kapitel 8, Vers 3). Der Engel Gabriel erklärte Daniel, der Widder ist ein Bild des Persischen Reiches (Daniel Kapitel 8, Vers 20). Danach sah Daniel einen Ziegenbock mit einem großen Horn zwischen den Augen (Daniel Kapitel 8, Vers 5). Der Ziegenbock war ein Bild von Griechenland. Das große Horn war ein Bild von Alexander dem Großen (Daniel Kapitel 8, Vers 21). Der Ziegenbock griff den Widder an und zertrampelte ihn (Daniel Kapitel 8, Vers 7). Die Griechen unter Alexander gewannen eoinen großen Sieg über das Persische Reich. Dann brach das große Horn des Ziegenbocks ab. An seiner Stelle wuchsen vier andere Hörner (Daniel Kapitel 8, Vers 8).

Das Persische Reich war groß und mächtig. Der letzte König, Darius III, wollte auch über Griechenland herrschen (Daniel Kapitel 11, Vers 2). Der griechische König Alexander der Große besiegte ihn. Kurze Zeit später starb Alexander. Sein Reich wurde unter vier seiner Generäle aufgeteilt. Einer davon hieß Ptolomäus. Er wurde Regierungschef und später König in Ägypten. Seine Nachfolger werden Ptolomäer genannt. In Daniel Kapitel 11 heißen sie König des Südens. Sie regierten 300 Jahre in Ägypten. Die letzte Königin hieß Kleopatra. Sie vergifteete sich. Sie wollte nicht in die Hände der Römer fallen.

Der zweite General hieß Seleuchus. Er übernahm den Osten von Alexanders Reich. Er regierte über Kleinasien (heute Türkei) und Syrien. Seine Nachfolger hießen oft Antiochus. Sie werden Seleuziden genannt. In Daniel Kapitel 11 heißen sie König des Nordens.

Über Hundert Jahre kämpften die Könige des Südens, die Ptolomäer, gegen die Könige des Nordens, die Seleuziden. Jeder wollte seine Territorium, sein Herrschaftsgebiet, vergrößern. Die Verse 5 bis 20 des 11. Kapitels des Danielbuches erzählen von diesen Kämpfen.

Manche Leute haben damit ein Problem. Sie fragen: wie konnte Daniel im Voraus wissen, was 200 Jahre später passieren wird? Daniel wusste es, weil Gott es ihm gezeigt hatte. Für Daniel und das Volk Israel waren diese Kriege wichtig. Denn das Land Israel lag an der Grenze zwischen diesen beiden Königen. Deshalb zeigte der Herr Daniel diese Geschichte im Voraus.

Manche Leute glauben aber nicht, dass Gott Daniel die Zukunft so genau zeigen konnte. Sie glauben, nicht Daniel sondern jemand anders hat diesen Abschnitt geschrieben. Diese Verse wurden viel später geschrieben. Sie wurden erst nach den Kämpfen aufgeschrieben und Daniel in den Mund gelegt.

Es stimmt, dass Prophetie in der Bibel nicht immer so genau ist. Doch manche Prophetie in der Bibel ist sehr genau. 500 Jahre vorher hat der Prophet Micha zum Beispiel gesagt, Jesus soll in Bethlehem geboren werden. David hat gesagt, dass man Jesus am Kreuz die Hände und Füße durchbohren wird. Auch dass die Soldaten um sein Oberkleid würfeln werden.

Die Kämpfe zwischen den griechischen Königen sind für uns heute nicht so interessant. Aber die zweite Hälfte des 11. Kapitels des Danielbuches ist auch für uns heute wichtig. Denn sie erzählt die Geschichte vom König Antiochus IV. Er griff das Volk Israel an. So ist er ein Vorläufer aller, die Gottes Volk verfolgen.

Daniel hatte schon vorher von König Antiochus IV gehört. Er erschien in Daniels Vision als kleines Horn (Daniel Kapitel 8, Verse 9-12). Der Engel Gabriel erklärte Daniel, dass König Antiochus sich gegen Israel wenden wird (Daniel Kapitel 8, Verse 13 und 24). Im 11. Kapitels des Danielbuches erklärt der Engel Gabriel mehr über diesen König Antiochus. Seine Geschichte lässt sich in vier Abschnitte teilen:

  1. Seine Machtergreifung und sein anfänglicher Erfolg - Verse 21-27
  2. Seine Verfolgung der Juden – Verse 28-35
  3. Sein Glaube - Verse 36-39
  4. Sein Untergang - Verse 40-45

Antiochus wurde König nach dem Tod seines älteren Bruders. Er sicherte seine Macht durch Geschenke. Zweimal griff er Ägypten an. Fast hatte er Ägypten erobert, aber er musste aufgeben und sich zurückziehen. Die Römer wollten nicht, dass sein Reich zu groß würde. Auf dem Rückweg ließ er seinen Unmut an Israel aus.

Er lässt seinen Zorn am Gottesvolk und seinem Glauben aus.(Daniel 11, 31)

Mehr darüber kann man bei Wikipedia.de lesen.

Die Verfolgung der Juden (Daniel 11, 28-35)

König Antiochus wollte die Juden zwingen, so zu sein wie die Griechen. Vielleicht hoffte er dadurch, seine Herrschaft fester zu machen. Die Juden sollten die griechische Sprache sprechen. Sie sollten denken wie die Griechen. Sie sollten Sport treiben wie die Griechen. Vor allem sollten sie die griechischen Götter anbeten und nicht den Herrn, den Gott Israels.

Er wird Truppen entsenden, die auf seinen Befehl hin den Tempel entweihen. Sie werden das tägliche Opfer abschaffen und stattdessen ein abscheuliches Götzenbild an seine Stelle setzen.(Daniel 11, 31)

König Antiochus hat den Juden verboten, den Gott Israels anzubeten. Sie durften ihm auch kein Opfer bringen. Im Tempel von Jerusalem sollte Zeus, den höchsten Gott der Griechen angebetet werden. Es wird berichtet, König Antiochus ließ ein Schwein auf dem Altar des Tempel von Jerusalem schlachten. Für Juden wie Muslime gilt das Schwein als unreines Tier.

In seiner Rede auf dem Ölberg hat Jesus Christus diesen Vers erwähnt.

Die Zeit wird kommen und ihr werdet sehen, wovon der Prophet Daniel gesprochen hat: das abscheuliche Götzenbild, das am heiligen Ort steht. (Matthäus 24, 15)

Im Jahr 70 nach Christus kamen die Römer und belagerten Jerusalem. Sie stellten ihre Fahnen mit Bildern ihrer heidnischen Göttern im Tempel auf. Danach zerstörten sie den Tempel bis auf die Grundmauern. Übrig blieb nur die Klagemauer, die heute noch steht.

Manche Juden im Volk Israel waren mit der Politik von König Antiochus nicht einverstanden. Sie wollten den Gott Israels anbeten, nicht die griechischen Götter. Sie wurden wegen ihres Glaubens verfolgt.

Darum wird man sie eine Zeit lang verfolgen; man nimmt sie gefangen, tötet sie mit dem Schwert, raubt ihren Besitz und brennt ihre Häuser nieder. (Daniel 11, 33)

König Antiochus ließ viele Juden hinrichten, andere wurden als Sklaven verkauft.

Auch heute werden Christen in vielen Ländern der Welt verfolgt. Sie dürfen die Bibel nicht lesen. Ihre Gottesdienste müssen im Geheimen stattfinden. Man versucht, sie vom Glauben abzubringen. Manchmal werden Christen von der Regierung verfolgt, manchmal von ihren Mitmenschen, Nachbarn oder Verwandten, die einen anderen Glauben haben. Die Leute, die Christen verfolgen, sind oft Kommunisten oder Muslime, aber auch Hindus oder Buddhisten. Wir sollten für diese Christen beten.

Andere Juden unterstützten König Antiochus. Sie waren bereit, wie Griechen zu leben und nicht wie Gottes heiliges Volk Israel. Sie beteten die griechischen Götter an anstelle des Herrn, des Gottes Israels.

Er verbündet sich mit denen, die Gottes Bund mit Israel verlassen haben. Mit schönen Worten verführt er die Leute, die dem heiligen Bund untreu geworden sind. (Daniel 11, 30 & 32)

Durch Jesus Christus hat Gott einen neuen Bund mit uns Menschen gestiftet. Leider gibt es auch heute Leute, die diesem Bund nicht treu sind. Viele Pfarrer glauben nicht, dass Jesus der einzige Weg des Heils ist. Manche Bischöfe sagen: "Am Kreuz starb Jesus nicht, um unsere Sünden zu tragen." Viele Theologen glauben nicht, dass Jesus buchstäblich von den Toten auferstanden ist. Moderne Theologen sagen: "Wir brauchen die Bibel nicht ernst zu nehmen!" Viele Gläubige sagen: "Wir wollen eine breite Kirche!" Doch Jesus sagte:

Der Eingang zum ewigen Leben ist eng und der Weg ist schmal. Geht ein durch die enge Tür! Denn die Straße, die in die Hölle führt, ist breit und der Eingang steht weit offen. (Matthäus 7, 13 & 14)

Wir sollten Gott treu bleiben.

Die Leute, die ihren Gott kennen, werden fest bleiben und handeln. (Daniel 11, 32)

In der Zeit von König Antiochus gab es im Volk Israel Leute, die Gott treu bleiben wollten. Sie wurden verfolgt, doch sie blieben fest im Glauben. Sie konnten fest bleiben, weil sie Gott kannten.

Auch heute brauchen wir Leute, die Gott und Jesus treu bleiben wollen. Jesus hat uns gewarnt:

Immer weniger Leute halten Gottes Gebote. Deshalb lieben sie Gott immer weniger. (Matthäus 24, 12)

Die meisten Menschen in Deutschland, in Österreich und der Schweiz nennen sich Christen. Sie sagen "Ich bin getauft und konfirmiert." Doch es genügt nicht, den Namen "Christ" zu tragen. Wenn wir fest bleiben wollen, müssen wir eine persönliche Beziehung zu Gott haben. Jesus sagte:

Das ist das ewige Leben, dass man den wahren Gott kennt und Jesus Christus, den Gott gesandt hat. (Johannes 17, 3)

Wir brauchen gesunde Lehre.

Leute, die den rechten Durchblick haben, werden die Menschen unterweisen. (Daniel 11, 32)

Als Kleinkind ging ich in den Kindergottesdienst. Als ich elf Jahre alt war, ging ich jeden Sonntag zur Kirche. Als ich 16 war, verstand ich, dass Jesus alle meine Sünden am Kreuz getragen hat. Ich wusste: Gott hat mir alle meine Sünden vergeben.

Aber ich musste im Glauben wachsen. Ich musste Gott tiefer kennen lernen. Erst mit 18 begann ich regelmäßig in der Bibel zu lesen. Ein Freund nahm mit mit in einer Gemeinde. Dort lernte ich die Lehre der Bibel tiefer kennen.

Du sollst die Bibel regelmäßig lesen und auch die Gottesdienste der Christlichen Gehörlosen-Gemeinschaft besuchen. So kannst du in Glauben wachsen.

Unser Glaube wird geprüft.

Einige leitenden Leute werden fallen. Dadurch werden die anderen geläutert und gereinigt. Ihre Kleider werden weiß gemacht. (Daniel 11, 35)

In der Zeit von König Antiochus litten manche vom Volk Israel Verfolgung. Einige verloren dadurch ihr Leben. Für den Glauben der anderen war das eine harte Prüfung. Heute ist das nicht anders. In manchen Ländern werden Pastoren und Gemeindeleiter verhaftet oder sogar ermordet. Für ihre Familien und Gemeinden ist das sehr schwer.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Christen nicht verfolgt. Aber Gott prüft unsern Glauben trotzdem.

Seid froh, wenn euer Glauben durch Schwierigkeiten geprüft wird. Dadurch wird euer Glaube fest. Dann werdet ihr reife Christen werden. (Jakobus 1, 2 & 3)

Gold wird durch Hitze geläutert. Ähnlich wird unser Glaube durch Schwierigkeiten geläutert. So bringen wir unserm Gott Lob, Preis und Ehre. (1. Petrus 1, 6 & 7)

König Antiochus wurde Epiphanes genannt. Das heißt "die ErscheinungGottes". Auch andere Menschen haben sich als Gott anbeten lassen. Zum Beispiel die Kaiser von Rom und Japan. Andere Leute nannten König Antiochus Epimanes, das heißt "der Verrückte". Einige Juden, Makkabäer genannt, kämpften gegen Antiochus. Sie befreiten Jerusalem und weihten den Tempel Gottes neu. Dies feiern Juden bis heute. Das Fest heißt Hanukkah oder Tempelweihe (Evangelium nach Johannes, Kapitel 10 Vers 22) und wird in der Weihnachtszeit gefeiert.

Fortsetzung folgt!

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de