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Biblische Personen

Daniel Teil 7:

Die Ankunft des Menschensohns

Überblick

Mit Kapitel 7 beginnt der zweite Teil des Buches Daniel. In diesen Kapiteln sieht Daniel mehrere Visionen oder Träume. In diesen Visionen gibt ihm der Engel Gabriel Auskunft über die Zukunft.

Diese Art von Schrift nennt man heute Apokalyptik. Das Wort Apokalyptik kommt von Apokalypse, der griechische Name der Offenbarung des Johannes. Weitere Beispiele für Apokalyptik in der Heiligen Schrift sind das Buch Sacharja sowie die letzten Kapitel des Buches Hesekiel. In diesen Büchern bekommen Menschen Botschaften von Engeln. Die Weltreiche erscheinen als wilde Tiere.

Der Engel Gabriel erzählt Daniel die Zukunft der Weltreiche von damals. Er sagte aber auch voraus, dass das Reich Gottes und der Messias kommen werden.

Messias ist ein hebräisches Wort. Es bedeutet Gesalbter. Auf griechisch heißt das Christos. Auf Lateinisch und Deutsch sagt man Christus. Jesus ist der Messias. Die Propheten des Alten Testaments haben vorausgesagt, dass er kommen sollte. Auch Daniel.

Die Vier Weltreiche

Im Traum sieht Daniel eine Vision von vier wilden Tieren (Daniel 7, 1-7). Später erklärt ihm der Engel, dass diese Tiere vier Weltreiche bedeuten (Verse15-17). Es sind die gleichen Weltreiche, die König Nebukadnezar im Traum sah (Daniel 2).

Ein Löwe mit AdlersflügelnDas Babylonische Reich
Ein Bär mit drei Rippen zwischen den ZähnenDas Reich der Meden & Perser
Ein Panther mit vier Flügeln wie ein VogelDas Griechische Reich
Ein schreckliches Tier mit eisernen ZähnenDas Römische Reich

Ist es nicht merkwürdig, dass die Heilige Schrift die Weltreiche mit wilden Tieren vergleicht? Aber auch heute werden unsere Staaten mit wilden Tieren verglichen. Das Wappentier Englands ist der Löwe. Deutschlands Wappentier ist der Bundesadler. Seine Klauen sind blutrot. Das Wappentier von Österreich und Russland ist sogar ein Doppeladler. Die Wappentiere von Gottes Reich sind ein Lamm und eine Taube. Welch ein Unterschied!

Das erste Tier, das Daniel sah, war ein Löwe mit Adlersflügeln. Das Babylonische Reich war mächtig wie ein Löwe und seine Armeen schnell wie ein Adler. Aber das Babylonische Reich wurde schwach und schließlich vom Reich der Meden & Perser erobert. Das Bild des Reiches der Meden & Perser war ein Bär auf einer Seite aufgerichtet, weil die Perser stärker waren als die Meder. Der Bär sollte viel Fleisch fressen. Das Perserreich war damals sehr groß. Es erstreckte sich von Indien bis Afrika und hatte 127 Provinzen (Esther 1, 1). Persien heißt heute Iran. Die Iraner sind stolz auf ihr Land und ihre Geschichte. Deshalb lassen sie sich nicht gern von Europäern und Amerikanern vorschreiben, was sie zu tun haben.

Das nächste Tier, das Daniel sah, war ein Panther mit vier Flügeln. Der Heerführer des Griechischen Reiches, Alexander der Große, griff das Perserreich blitzschnell an und besiegte es. Alexander starb sehr jung und sein Reich wurde in vier Teilen aufgeteilt, deshalb die vier Flügel. Über den Kampf zwischen Griechen und Persern liest man mehr in Daniel Kapitel 8.

Das vierte Tier: Das Römische Reich

Das vierte Tier, das Daniel sah, war anders als die anderen, schrecklich, furcherregend und mächtig, ein richtiges Ungeheuer (Monster). Der Engel Gabriel erklärte Daniel, dieses Reich sollte die ganze Erde erorbern. Das Römische Reich erstreckte sich von Großbritannien im Nordwestern über Europa and Nordafrika bis zum Nahen Osten. Die Herrschaft der Römer war schrecklich. Sie erfanden die Kreuzigung als Todesstrafe. Verbrecher wurden an Hand- und fußgelenk an Kreuzbalken genagelt. Nach stundenlangen Qualen starben sie durch Ersticken. Diesen schrecklichen Tod starb der Herr Jesus für uns.

Das Kleine Horn: Der Römische Kaiser lässt sich wie Gott anbeten.

Das Tier, das Daniel sah, hatte zehn Hörner. Das Tier, das der Apostel Johannes in der Offenbarung, sah (Offenbarung 13, 1), hatte ebenfalls zehn Hörner. Das macht deutlich, das Tier in der Offenbarung ist ein Bild des Römischen Reiches und nicht des endzeitlichen Antichristen.

Daniel schaute weiter: unter den zehn Hörnern stieg ein kleines Horn herauf. Der Engel Gabriel erklärte Daniel, das kleine Horn ist ein König. Die Herrscher von Rom nannten sich nicht König sondern Cäsar (Kaiser). Der Engel Gabriel sagt: dieser Kaiser wird gegen den wahren Gott lästern. Die römischen Kaiser ließen sich als Gott huldigen (anbeten). Ihre Untertanen mussten sagen "Cäsar dominus!" ("Der Kaiser ist Herr!").

Der Engel Gabriel sagte Daniel weiter, die römischen Kaiser werden Gottes Volk bekämpfen. Sie werden Macht bekommen über Gottes Volk während 3 ½ Zeiten (Daniel 7, 25). Der gleiche Zeitraum erscheint auch im Buch der Offenbarung (Offenbarung 12, 14), manchmal als 42 Monate (Offenbarung 11, 2 und 13, 5) oder 1260 Tage (Offenbarung 12, 6). Die Christen konnten nicht sagen "Der Kaiser ist Herr!" weil sie sagten "Jesus ist der Herr!" Deshalb wurden die Christen im römischen Reich verfolgt. In der Arena wurden sie von wilden Tieren gerissen. Kaiser Nero war besonders schlimm. Er ließ die beiden Apostel Petrus und Paulus hinrichten und verbrannten Christen bei lebendigen Leib, um seinen Garten zu beleuchten.

Nicht nur im Römischen Reich wurden Christen verfolgt. Heute gibt es viele Länder, wo Christen Verfolgung leiden, weil sie an Jesus Christus glauben. Wir sollten für diese Christen beten.

Gottes Gericht

Plötzlich sah Daniel in seiner Vision etwas ganz anders. Sein Blick ging von der Erde in den Himmel. Dort sah er Gott auf seinem Thron. Der Apostel Johannes berichtet von einer ähnlichen Vision im 4. Kapitel der Offenbarung.

Daniel sah, wie Throne aufgestellt wurden. Eine Person, die uralt war, setzte sich auf den Thron. Diese Person was Gott selber. Daniel nennt Gott uralt, weil Gott von aller Ewigkeit existiert. Gottes Kleider waren weiß wie Schnee, weil Gott absolut rein ist. Der Apostel Johannes schreibt:

Gott ist Licht. In ihm ist kein Finsternis (1. Joh. 1,5).

Gottes Thron war von Feuer umgeben.

Verzehrendes Feuer geht vor ihm her (Psalm 50,3) und verzehrt seine Feinde (Psalm 97,3).

Das Feuer ist ein Zeichen der Heiligkeit Gottes. Gottes Thron war umgeben von Millionen von Himmelswesen (siehe auch Offenbarung Kapitel 5, Vers 11).

Gott sitzt auf seinem Thron als Herrscher, aber auch als Richter. Daniel sah, wie die Gerichtsbücher geöffnet wurden. Die Menschen werden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Taten (Offenbarung Kapitel 20, Vers 12). Der Engel Gabriel erklärte Daniel: die Weltreiche und ihre gottlosen Herrscher haben jetzt die Macht auf Erden. Danach wird das Gericht gehalten (Daniel Kapitel 7, Vers 26). Gott wird seinem Volk Recht schaffen. Er wird den Weltreichen ihre Macht nehmen. Er wird die gottlosen Herrscher vernichten. Dann wird das Reich Gottes auf Erden kommen. Darum beten wir im Vater Unser: Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Wenn du an Jesus glaubst und ihm treu nachfolgst, wirst du auch im Reich Gottes sein.

Gott hat uns berufen zu seinem Reich und Herrlichkeit (1. Thessalonicher 2, 12).

Der Menschensohn

Daniel schaute weiter: er sah, wie einer kam mit den Wolken des Himmels, wie ein Menschensohn. Gott gab ihm Macht, Ehre und Reich. Menschen aus allen Völkern und Sprachen werden ihm dienen. Seine Macht ist ewig und sein Reich ist ohne Ende (Daniel 7, 13-14).

Nach dem letzten Abendmahl mit seinen Jüngern wurde Jesus im Garten Gethsamane verhaftet. Im Verhör fragte der Hohepriester Jesus:

Bist du der Messias, der Sohn des höchsten Gottes? Jesus antwortete: Ja. Ihr werdet sehen, wie der Menschensohn zu Gottes rechter Hand sitzt. Er wird kommen mit den Wolken des Himmels (Markus 14, 61-62).

Vor seiner Himmlefahrt sagte Jesus:

Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden (Matthäus 28, 18)

In seinem Brief an die Christen in Philippi schreib der Apostel Paulus:

in dem Namen Jesu werden alle Menschen das Knie beugen (Philipper 2, 10).

Der Menschensohn, den Daniel in seiner Vision sah, war Jesus. Jesus ist der Messias (Christus), der Sohn des höchsten Gottes. Jesus kam, um uns Menschen Gottes Reich nah zu bringen. Um uns zu erlösen, musste Jesus am Kreuze sterben. Das liest man auch im 9. Kapitel des Danielbuches. Am Ostersonntag hat Gott Jesus von den Toten auferweckt. Gott gab ihm Macht über alle Völker der Welt. Wenn du an Jesus glaubst und ihn als Herrn bekennst, so bist du schon im Reich Gottes. Der Apostel Paulus schrieb an die Kolosser:

Gott hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes (Kolosser 1, 13).

Wenn diese Welt zu Ende geht, wirst du Anteil haben an Gottes ewigem herrlichem Reich.

Fortsetzung folgt!

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de