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Die Gleichnisse unseres Herrn Jesus Christus

4. Teil: Das Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut

(Matthäus 13,24-32.36-43)

Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.
Matthäus 13,24

Im letzten Artikel über das Gleichnis vom Sämann haben wir etwas wichtiges gelernt. Das Reich Gottes beginnt mit einer Botschaft. Es ist die Botschaft, an die wir Weihnachten gedacht haben. In Jesus ist Gott Mensch geworden. Er kam in unsere Welt, er wurde einer von uns. Am Kreuz starb er für unsere Sünde. Es ist von den Toten auferstanden. Er gibt uns neues Leben, wenn wir an ihn glauben.

In diesem Artikel denken wir über das Gleichnis Vom Weizen und vom Unkraut nach. Wir können es im Matthäusevangelium lesen, im 13.Kapitel von Vers 24 bis 32. Später baten die Jünger Jesus, ihnen dieses Gleichnis zu erklären. Wir können seine Erklärung lesen im gleichen Kapitel von Vers 36 bis 43. In diesem Gleichnis erzählt uns der Herr mehr über das Reich Gottes.

Das Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut

Der Menschensohn ist es, der den guten Samen sät. Der gute Samen sind die Kinder des Reiches.

Matthäus 13,37.38

Überall in der Welt wird die Botschaft von Jesus Christus gepredigt. Wenn du diese frohe Botschaft annimmst und an Jesus glaubst, bist du ein Kind des Reiches. Das heißt: Jesus ist dein König. Du gehörst ihm. Er bestimmt dein Leben.

Aber leider glauben nicht alle Menschen an Jesus. Viele glauben der guten Nachricht des Evangeliums nicht. Sie haben Jesus als Herrn und Heiland nicht angenommen. Sie leben für sich. Weil sie ohne Gott leben, stehen sie leider auf der Seite des Teufels. Jesus nennt sie die Kinder des Bösen.

Gläubige und Ungläubige leben Seite an Seite in dieser Welt

Lasst beides miteinander wachsen bis zur Erntezeit.

Matthäus 13,30

Im Gleichnis wurden im gleichen Acker beides gesät, Weizen und Unkraut. Sie wuchsen nebeneinander bis zur Ernte. Das ist ein Bild von unserer Welt. Jesus will damit sagen: in dieser Welt werden Gläubige und Ungläubige nebeneinander leben, bis der Herr wiederkommt.

Gläubige und Ungläubige, Christen und Nichtchristen, tragen die gleichen Kleider und fahren die gleichen Autos. Sie wohnen in den gleichen Häusern und kaufen in den gleichen Geschäften. Sie üben die gleichen Berufe aus, und sitzen in der gleichen Straßenbahn. Auf den ersten Blick sieht man oft keinen Unterschied. Nur im Herzen der Menschen gibt es einen Unterschied.

Heute gibt es noch keine heile Welt

Die Knecht fragten den Herrn: willst du, dass wir das Unkraut ausjäten? Er sagt: Nein! Sonst wird der Weizen auch ausgerissen.

Matthäus 13,28-29

Alle Menschen sehnen sich nach eine heilen Welt. Eine Welt, in der es weder Ungerechtigkeit noch Leid gibt. Eine Welt, in der die Bösen bestraft und die Guten belohnt werden. Die Propheten im Altes Testament haben von einer solchen Welt gesprochen. Eine Welt, wo die Wölfe bei den Lämmern wohnen, wo die Menschen in Frieden und Sicherheit leben. Viele dachten, Jesus bringt eine heile Welt. Er sollte die Verheißungen der Propheten erfüllen. Er sagte, das Reich Gottes sei nahe.

Deshalb hat Jesus dieses Gleichnis erzählt. Das Reich Gottes ist gekommen, sagte er, aber das Reich des Menschen ist noch nicht verschwunden. Wir singen im Lied:

Viele Tränen werden noch geweint, und der Mensch ist noch des Menschen Feind.
Krieg und Terror sind noch nicht gebannt und das Unrecht nimmt noch überhand.
Doch weil Jesus für die Feinde starb, hoffen wir, weil er uns Hoffnung gab.

Drei Hundert Jahre nach Jesus Christus entschloss der Kaiser von Rom, alle Menschen sollten Christen werden. Die Leute strömten alle in die Kirchen. Viele dachten: jetzt bauen wir das Reich Gottes auf Erden! Aber was passierte? Die Welt wurde nicht heil, sondern die Kirche wurde verdorben.

Die Endabrechnung kommt

Die Ernte ist das Ende der Welt. Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln alle, die Unrecht tun und werden sie in den Feuerofen werfen. Aber die Gerechten werden leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich.

Matthäus 13,39.41-42

Die heile Welt kommt! Jesus sagt ganz klar: diese alte Welt voll Unrecht und Leid wird nicht immer weiter gehen. Eines Tages wird Gott ein Ende machen, Jesus wird wiederkommen. Alle, die an ihn geglaubt und mit ihm gelebt haben, werden in Gottes neue Welt leben. Dort gibt es kein Unrecht, kein Leid und keinen Tod mehr.

Noch verbirgt die Dunkelheit das Licht, und noch sehen wir den Himmel nicht.
Doch die Zeit der Schmerzen wird vergehen, und dann werden wir den Vater sehen.
Die Gott lieben sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht.

Peter Strauch

Für alle, die an Jesus glauben, wird es ein wunderbarer Tag sein, wenn er wiederkommt. Für die anderen Menschen wird es aber ein schrecklicher Tag sein. Sie werden für immer von Gottes neue Welt ausgeschlossen sein. Bist du bereit, wenn Jesus wiederkommt?

Hinweis:

Es gibt Leute, die meinen, Jesus spreche in diesem Gleichnis von der Volkskirche. So wie auf dem Acker Weizen und Unkraut zusammen wuchs, so gibt es in der Kirche Gläubige und Ungläubige. Alle sind getauft und konfirmiert, aber nicht alle leben mit Jesus. Im Gleichnis verbot der Herr seinen Knechten das Unkraut auszujäten. So gibt es Leute, die meinen, wir sollten Ungläubige als Kirchenmitglieder annehmen. Deshalb müssen wir merken: In diesem Gleichnis redet Jesus aber nicht von der Kirche oder von der Gemeinde, sondern von der Welt. In der Welt leben Gläubige und Ungläubige zusammen. Mitglied der Gemeinde sollten nur Gläubige werden.

Mike Ponsford
mponsford@t-online.de