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Die Gleichnisse unseres Herrn Jesus Christus

5. Teil: Drei kleine Gleichnisse:
vom Senfkorn, vom Sauerteig und
von der selbstwachsenden Saat

Womit wollen wir das Reich Gottes vergleichen, und durch welches Gleichnis wollen wir es abbilden?

Markus 4,30

Der Herr Jesus hat viele Gleichnisse erzählt. Nicht, um die Menschen zu unterhalten. Er will uns helfen, das Reich Gottes zu verstehen.

Im Gleichnis vom Sämann sahen wir, wie das Reich Gottes beginnt. Es beginnt mit einer Botschaft, die gute Nachricht, an die wir Ostern gedacht haben. Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden und ist am dritten Tag von den Toten auferstanden.

Im Gleichnis vom Weizen und Unkraut sahen wir, wie das Reich Gottes kommt. Es kommt heimlich in den Herzen von Menschen, die an Jesus glauben. Haute ist das Reich Gottes noch nicht sichtbar. Es wird erst sichtbar, wenn unser Herr Jesus wiederkommt.

In diesem Artikel lernen wir, wie das Reich Gottes wächst. Der Herr Jesuserzählt uns davon in drei kurzen Gleichnisse: vom Senfkorn, vom Sauerteig und von der selbstwachsenden Saat.

Das Gleichnis vom Senfkorn
(Matthäus 13,31-32; Markus 4,30-32; Lukas 13,18-19)

Das Reich Gottes gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch in seinen Garten säte, und es wuchs und wurde ein Baum.

Lukas 13,19

Als Jesus anfing, vom Reich Gottes zu erzählen, waren seine Hörer gespannt. Sie dachten, Jesus wird die Macht ergreifen und die Feinde verjagen. Die Worte der Propheten werden sich erfüllen. Jeder wird satt werden, statt Krieg wird es Frieden geben.

Doch nichts geschah. Jesus zog durch die Dörfer und Städte mit seinen Jüngern und predigte, aber es änderte sich nichts. Die Leute wurden ungeduldig. Sie fragten Jesus: "Wann kommt das Reich Gottes endlich?"

Mit dem Gleichnis vom Senfkorn zeigt der Herr, dass das Reich Gottes klein und unscheinbar beginnt. Es kommt nicht mit Posaunenschall sondern still und leise. Es ist wie ein Senfkorn, das das kleinste unter allen Samenkörnern ist. Aber wenn es gewachsen ist, ist es größer als alle und wird ein Baum (Matthäus 13,31-32).

Jesus fing mit zwölf Jüngern an. Nach Christi Auferstehung waren es 120 Menschen. Pfingsten wurden sie 3000. In der Apostelgeschichte lesen wir , wie sich die gute Nachricht von Jesus ausbreitete und die Gemeinde wuchs. Bald gab es Christen im ganzen Römerreich. Heute findet man Menschen, die an Jesus glauben, in jedem Land der Erde.

Was bedeuten die Vögel?

Das Senfkorn wurde ein Baum, und die Vögel des Himmels wohnten in seinen Zweigen.

Lukas 13,19

Manche Bibelausleger meinen, die Vögel sind ein Bild für die Irrlehren, die sich in die Kirche eingenistet haben. Was sollen wir davon halten? Es ist wahr, dass Irrlehren in die Kirche hineingekommen sind. Das Neues Testament spricht auch sehr deutlich davon. Paulus warnt:

Es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden,

2.Tim 4,3

Der Geist sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden.

1.Tim 4,1

Aber das ist nicht der Sinn des Gleichnisses vom Senfkorn! Die Vögel machen deutlich, wie groß der Strauch ist, der aus dem Senfkorn wächst.

 

Das Gleichnis vom Sauerteig
(Matthäus 13,33; Lukas13,20-21)

Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter einen halben Zentner Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.

Matthäus 13,33

Paulus erklärt uns sehr einfach das Bild vom Sauerteig. Er schreibt: ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig (1.Korinther 5,6). Das heißt, eine kleine Sache hat eine große Wirkung. Diese Sache kann gut oder schlecht sein. Paulus spricht vom schlechten Einfluss der Sünde (1.Korinther 5,1) oder der Irrlehre (Galater 5,9) auf die Gemeinde. Jesus spricht vom guten Einfluss des Reiches Gottes, das klein anfängt und später in der ganzen Welt wirkt.

Es stimmt also nicht, dass der Sauerteig immer das Böse meint. Dieses Gleichnis sagt nicht, die Kirche sei so verdorben. dass wir austreten müssen. Aber dieses Gleichnis sagt auch nicht, dass die Welt eines Tages christlich wird. Heute sehen wir, dass die gute Nachricht in der ganzen Welt verkündigt wird und die Gemeinde Jesu Christi wächst. Aber gleichzeitig wächst der Unglaube und die Gottlosigkeit.

 

Das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat
(Markus 4,26-29)
 

Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und der Same geht auf und wächst, er weiß nicht wie.

Markus 4,26-27

Mit dem dritten kleinen Gleichnis von der selbstwachsenden Saat spricht Jesus vom Geheimnis des Wachstums des Reiches Gottes. Der Landwirt besät die Felder und langsam wächst die Ernte heran, zuerst der Halm, danach die Ähre, danach der volle Weizen in der Ähre, und dann ist die Ernte da (Markus 4,28.29).

Die christliche Gemeinde ist keine Verschwörung, auch kein multinationales Konzern. Es gibt keinen Vorstand, der in der Chefetage alles plant. Es gibt nur kleine Leute, die Jesus lieben, und eine Vielfalt von verschiedenen Gemeinden und Missionswerken. Doch wächst die christliche Gemeinde weltweit. Sie wird nicht von Menschen gesteuert, sondern von Gott.

So geht es auch bei der Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft. Die Leiter machen sich Gedanken, sie planen, sie beten, sie predigen. Aber es ist Gott, der das Wachstum gibt. Gehörlosen Menschen kommen zum Glauben und sammeln sich in Gehörlosen-Gemeinschaften. Neue Gemeinschaften entstehen an verschiedenen Orten. Ich habe gepflanzt, sagte Paulus, ein anderer hat begossen, aber Gott hat das Gedeihen gegeben (1.Korinther 3,6).

Schließlich geht es jedem von uns so, wenn wir an Jesus glauben. Unser Herz ist wie die gute Erde. Die gute Saat wird in unser Herz gesät, wenn wir die Predigt hören oder in der Bibel lesen. Langsam aber sicher wird unser Leben verändert. Wir wachsen im Glauben und reifen heran, wir wissen selber nicht wie. Es ist Gottes Werk. Wir können ihm nur danken dafür. Eines Tages wird der Herr Jesus wiederkommen. Dann kommt die große Ernte. Dann werden wir sehen, was Gott in uns getan hat, und in der ganzen Welt.

Mike Ponsford
mponsford@t-online.de