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Ökumene und Evangelische Allianz

1. Teil: Die siebenfältige Einheit
der Kinder Gottes

Einführung

Die Wörter „Ökumene“, und „ökumenisch“ hört man heute öfters. Es gibt ökumenische Gottesdienste, sogar ökumenische Trauungen. Was ist „Ökumene“? Was bedeutet „ökumenisch“? Für manche ist Ökumene eine gute Sache. Andere warnen vor Religionsvermischung. „Da wird alles in einen Topf geworfen!“ sagen sie.

Jedes Jahr in der 2. Januarwoche findet die „Gebetswoche der Evangelischen Allianz“ in vielen Kirchen, Gemeinden und Gemeinschaften statt. Was ist die Evangelische Allianz? Was ist ihr Ziel? Ist die Evangelische Allianz ein Teil der Ökumene? Oder etwas ganz anders?

Ökumene und Evangelische Allianz haben beide mit der Einheit der Christen zu tun. Heute gibt es viele unterschiedliche Kirchen: die römisch-katholische Kirche, die orthodoxen Kirchen, die evangelische Kirchen (lutherisch oder reformiert), dazu viele Freikirchen wie Methodisten oder Baptisten und die Landeskirchlichen Gemeinschaften.

Doch der Herr Jesus Christus betete zu seinem Vater in der Passionsnacht:

Ich bitte für alle, die an mich glauben werden. Sie sollen alle eins sein, genauso wie du, Vater, mit mir eins bist. (Johannes 17, 20-21)

Was für eine Einheit meinte Jesus? Der Apostel Paulus gibt uns eine Antwort in seinem Brief an die Epheser im 4.Kapitel in den Versen 2 bis 6.

Die Einheit des Geistes

Setzt alles daran, die Einheit des Geistes zu bewahren. (Epheser 4,3)

Hier lernen wir etwas sehr wichtiges. Einheit unter Christen wird nicht von Menschen gemacht, sondern von Gott durch seinen Geist geschenkt. Unsere Aufgabe ist es, die Einheit nicht herzustellen sondern sie zu bewahren.

Neulich war ich mit Jugendlichen unserer Gemeinde in der Fußgängerzone. Wir baten Passanten, an einer Umfrage mitzumachen. Dadurch wollten wir mit ihnen ins Gespräch über den Glauben kommen. Ich sprach mit einem jungen Vertreter aus Köln. Schon nach den ersten zwei Fragen merkte ich, dass er ein gläubiger Christ war. Wir hatten uns nie vorher gesehen, doch sofort hatten einen guten Kontakt zueinander. Das ist die Einheit des Geistes.

Ein geistliches Problem

Seid demütig, sanftmütig, geduldig, ertragt einander in Liebe. (Epheser 4,2)

Wir haben oft unterschiedliche Meinungen. Wir sollen nicht denken, dass wir immer im Recht sind. Wir können nicht immer unseren Willen durchsetzen. Wir müssen auch bereit sein, nachzugeben. Wir dürfen nicht meinen, alle müssen sofort nach unserer Pfeife tanzen. Andere Leute sind anders als wir. Sie haben auch ihre Meinung, sie machen auch manchmal Fehler. Wenn wir sie lieben, werden wir uns nicht über sie ärgern.

Die Grundlage der Einheit

Ein Leib, ein Geist, eine Hoffnung, ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller. (Epheser 4,4-6)

Man begreift den Sinn dieser sieben Grundlagen besser, wenn man sie so anordnet:

1. Ein Leib        

7. Ein Gott

  2. Ein Geist    

6. Eine Taufe

 
    3. Eine Hoffnung

5. Ein Glaube

   
     

4. Ein Herr

     

Es sind also drei Wortpaare mit Jesus Christus unser Herr in der Mitte. Sie sagen uns sehr viel über die christliche Gemeinde und ihre Einheit.

Die Gemeinschaft: ein Leib und ein Gott

Wenn wir zum Glauben an Jesus Christus kommen, entdecken wir, dass wir nicht allein sind. Hier auf Erden haben wir Gemeinschaft mit anderen Gläubigen. Im Himmel haben wir Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater.

In der Bibel finden wir verschiedene Bilder, die uns helfen, die Gemeinschaft der Gläubigen besser zu verstehen. Eins dieser Bilder ist der Leib (der Körper). Jesus Christus ist das Haupt (der Kopf), wir sind die Glieder.

Keine von den christlichen Kirche kann behaupten, sie allein ist der Leib Christi. Wir finden Glieder am Leib in allen Kirchen. Deshalb spricht man manchmal von der „unsichtbaren Gemeinde“. Mitglied einer Kirche zu sein ist gut, aber es reicht nicht aus. Wir müssen neues Leben durch Jesus bekommen.

Der Eintritt in die Gemeinschaft: Ein Geist und eine Taufe

Viele Menschen meinen, sie sind als Christ geboren oder erzogen worden. Nein! Jesus sagte, wir müssen „vom neuen geboren werden“ (Johannes 3,3). Wenn wir an Jesus Christus glauben, kommt er durch den Heiligen Geist in unser Leben und macht es neu.

Wenn wir an Jesus glauben, lassen wir uns taufen. Das hat mit der Säuglingstaufe nichts zu tun. Es ein offenes Bekenntnis, dass wir zu Jesus gehören und mit ihm leben wollen. Die ersten Christen ließen sich sofort taufen, sogar unterwegs in der Wüste (Apg. 8,36) oder mitten in der Nacht! (Apg. 16,33). Viele von uns haben etwas mehr Zeit gebraucht, das zu verstehen, aber besser spät als niemals!

Die Ausrichtung der Gemeinschaft: eine Hoffnung, ein Glaube

Wenn wir heute sagen: „Ich hoffe…“, meinen wir: „Ich bin nicht ganz sicher….“ Im Neuen Testament bedeutet „Hoffnung“ genau das Gegenteil!

Wenn man die Leute fragt: „Wo werden Sie nach dem Tod sein?“ antworten viele: „Ich weiß nicht. Ich hoffe, ich werde im Himmel sein, aber ich bin mir nicht sicher.“

Ein wahrer Christ antwortet ganz ruhig: „Ich werde in der Ewigkeit bei Gott sein.“ Er ist nicht eingebildet. Er glaubt, was Jesus verheißen hat: „Wer glaubt, hat das ewige Leben.“ (Johannes 6,47).

Ein wahrer Christ wird auch „bei den heilsamen Worten unseres Herrn Jesus Christus bleiben“ (1.Timotheus 6,3), die uns durch seine Apostel verkündigt worden sind. (2.Petrus 3,2). Der Apostel Paulus warnte seinen jungen Mitarbeiter Timotheus: „Die Zeit wird kommen, wo die Leute die heilsame Lehre nicht mehr ertragen werden, sondern nach Lust und Laune die Ohren von der Wahrheit abwenden.“ (2.Timotheus 4,3f)

Wir werden im nächsten Artikel sehen, wie dieses geschehen ist. Durch die Jahrhunderte sind viele Menschen in den Kirchen vom richtigen Glauben abgekommen.

Die Mitte der Gemeinschaft: Christus

Es ist wichtig, die richtige Lehre zu haben, aber es reicht nicht aus. Die Pharisäer meinten, die richtige Lehre zu haben, doch haben sie Jesus kreuzigen lassen! Nicht die Lehre ist die Mitte unserer Gemeinschaft, sondern Jesus Christus unser Herr. Wir wollen an ihn festhalten!

    1. Die Spaltung der Kirche
    2. Die Sehnsucht nach Einheit
    3. Bedenken über die Ökumene

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de