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Ein Blick hinter die Kulissen

Eine Erklärung der Offenbarung des Johannes

Gottes Thronsaal

Johannes wird in den Himmel gerückt.

Nach diesem schaute ich, und siehe, eine Tür war geöffnet im Himmel; und die erste Stimme, die ich gleich einer Posaune mit mir reden gehört hatte, sprach: Komm hier herauf, und ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen muss! Und sogleich war ich im Geist.

Offenbarung 4, 1-2a

Johannes sieht eine Tür im Himmel. Die Stimme, die zuerst mit Johannes geredet hatte, war der Herr Jesus (siehe Kapitel 1, Vers 10). Nun lädt er Johannes, im Geist in den Himmel hinaufzukommen.

Manche Bibelausleger sagen: „Das ist die Entrückung der Gemeinde.“ Das sagen sie, weil sie glauben, dass fast alles in der Offenbarung liegt noch in der Zukunft. Aber das ist falsch! Schon im ersten Vers der Offenbarung lesen wir, der Herr Jesus zeigt uns was damals bald geschehen muss.

Johannes fuhr nicht mit dem Leib in den Himmel, wie z.B. der Prophet Elia (2. König 2,11) oder der Herr Jesus selber. Johannes fuhr im Geist in den Himmel, wie z.B. auch der Apostel Paulus (2. Korinther, 12, 2-4).

Der Herr Jesus wollte Johannes zeigen, was kommen soll. Was er gesehen hat, schrieb Johannes im Buch der Offenbarung nieder. Aber Jesus zeigte Johannes diese Ereignisse vom Himmel aus. Wir sehen nur, was auf Erde passiert. Wenn wir die Offenbarung lesen, können wir wie mit Gottes Augen sehen. So können wir besser verstehen, was auf Erden passiert.

Johannes sieht Gottes Thron im Himmel.

Siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer. Der darauf saß, war in seinem Aussehen gleich einem Jaspis- und einem Sardisstein. Ein Regenbogen war rings um den Thron, der glich in seinem Aussehen einem Smaragd

Offenbarung 4, 2-3

Das erste, was Johannes sah, war Gottes Thron im Himmel. Das ist vielleicht der wichtigste Vers im ganzen Buch der Offenbarung. Früher sangen wir:

Gott ist noch auf dem Thron – er wird sich der Seinen gedenken. Wenn Lasten uns drücken und Prüfungen uns betrüben, lässt er uns niemals allein! Gott ist noch auf dem Thron. Seine Verheißung ist wahr, er vergisst dich nie!

Nur wenige Menschen hatten das Vorrecht, Gott auf seinem Thron zu sehen: Mose mit Aaron und seinen Söhnen und 70 der Ältesten Israels (2. Mose 24,9-11), Jesaja im Tempel (Jesaja 6,1-2), Hesekiel (Kapitel 1, Vers 26) und Daniel (Kapitel 7, Vers 9).

Keiner dieser Menschen konnten Gott beschreiben. Paulus schreibt, Gott wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann. Niemand hat ihn je gesehen oder kann ihn sehen (1. Timotheus, 6, 16). Sie sprechen von glänzenden Juwelen, von Feuer und von Ausstrahlung, und von einem Regenbogen. Der Regenbogen erinnert an Gottes Versprechen an Noah (1. Mose 9,12-17).

Um den Thron Gottes herum.

Rings um den Thron waren 24 Throne, und auf den Thronen sah ich 24 Älteste sitzen. Sie waren mit weißen Kleidern bekleidet und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen. Von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus. Sieben Feuerfackeln brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes. Vor dem Thron war ein gläsernes Meer, gleich Kristall.

Offenbarung 4, 4-6a

1. Die 24 Ältesten.

Viele Ausleger meinen, die 24 Ältesten sind die Gläubigen des Alten und des Neuen Testaments. Gründe dafür sind:

  1. Die Zahl 24 lässt denken an die 12 Stämme Israels und die 12 Aposteln des Herrn.

  2. Die Erlösten tragen weiße Kleider (Kapitel 3 Verse 4-5 und 18; Kapitel 7 Vers 9; Kapitel 19 Vers 8; Kapitel 22 Vers 14).

  3. Kronen sind die Belohnung der treuen Gläubigen ( Kapitel 2 Vers 10; 3.11; 1. Korinther 9,25; 2. Timotheus 4,8; Jakobus 1,12; 1. Petrus 5,4).

Andere Ausleger sehen die 24 Ältesten als Engelwesen. Sie werden in Jesaja 24,23 erwähnt. Ihre Thronen erscheinen im Buch Daniel, Kapitel 7 Vers 9. Sie führen Gottes Herrschaft über die Schöpfung aus.

2. Blitze, Donner und Stimmen.

Die Blitze, Donner und Stimmen sind Zeichen der Gegenwart Gottes und sein Handeln. Sie kommen in der Offenbarung immer wieder vor.

3. Der Heilige Geist.

Christen glauben an die Dreieinigkeit: Vater, Sohn und Heilige Geist. Gott Vater ist der, der auf dem Thron sitzt (Vers 2). Die feurigen Lampen vor dem Thron sind der Heilige Geist. Er führt Gottes Willen in der Welt aus. Jesus Christus, Gottes Sohn, erscheint erst im Kapitel 5, Vers 6.

4. Das gläserne Meer.

Dies erinnert an den großen ehernen Becken, der in der Stiftshütte und später im Tempel stand. Es ist gläsern wie ein Kristall, ein Zeichen von absoluter Reinheit.

Die vier Lebewesen.

In der Mitte des Thrones und rings herum waren vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten. Das erste glich einem Löwen, das zweite glich einem jungen Stier, das dritte hatte ein Angesicht wie ein Mensch, und das vierte glich einem fliegenden Adler. Jedes einzelne hatte sechs Flügel; ringsherum und inwendig waren sie voller Augen.

Offenbarung 4, 6-8

Diese Engelwesen sind die Seraphim, die Jesaja und Hesekiel gesehen haben (Jesaja 6,2; Hesekiel 1,5-11). Wir singen über sie in den Kirchenliedern Großer Gott wir loben dich und Gott ist gegenwärtig:

Cherubim und Seraphinen stimmen dir ein Loblied an.
Gott ist gegenwärtig, dem die Chrubinen Tag und Nacht gebücket dienen.

Die Anbetung.

Ohne Ruhe Tag und Nacht sagen sie: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt. Wenn die Lebewesen Preis und Ehre und Dank geben dem, der auf dem Thron sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, fallen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt, und beten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und legen ihre Kronen nieder vor dem Thron und sagen: Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.

Offenbarung 4, 8-11

Der englische Schriftsteller C S Lewis sagte: „Das Geschäft des Himmels ist die Anbetung.“ Die Himmelsbewohner haben drei Gründe, Gott zu loben: Seine Heiligkeit, seine Ewigkeit und seine Schöpfung.

1. Gott ist heilig.

Das bedeutet, Gott hat nichts zu tun mit allem, was böse, schmutzig, korrupt oder lieblos ist. Wir können Gott nicht recht anbeten, wenn wir solche Dinge in unserm Herzen haben.

2. Gott ist ewig.

Gott ist für uns Menschen unvorstellbar. Es gab nie eine Zeit, wo Gott nicht da war. Es wird nie eine Zeit geben, wo Gott nicht mehr da ist.

3. Gott ist der Schöpfer.

Das Weltall, die Erde und wir Menschen sind nicht durch Zufall entstanden. Gott hat alles erschaffen. Es geht nicht darum, wann Gott anfing das Weltall schuf. Es geht auch nicht darum, wie lang Gott gebraucht hat. Es geht darum, dass Gott dahinter steht und nicht der Zufall.

Fortsetzung folgt!

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de