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Ein Blick hinter die Kulissen

Eine Erklärung der Offenbarung des Johannes

Der Lauf dieser Welt

Ich sah, als das Lamm eines von den Siegeln öffnete, und ich hörte eines der vier lebendigen Wesen wie mit Donnerstimme sagen: Los!

Offenbarung 6, 1

Das Lamm öffnet die sieben Siegel

Im 5. Kapitel der Offenbarung sah der Apostel Johannes wie Jesus Christus, das siegreiche Lamm, eine Buchrolle aus Gottes Hand nahm. Das Buch war eine Schriftrolle mit sieben Siegeln verschlossen. Im 6. Kapitel öffnet der Herr Jesus sechs der sieben Siegel.

Dies ist die zweite Reihe von sieben im Buch der Offenbarung. In Kapiteln 2-3 liest man Briefe an sieben Gemeinden. In Kapiteln 8-9 blasen die Engel im Himmel sieben Posaunen. In Kapiteln 15-16 gießen Engel Gottes sieben Zornesschalen auf die ungläubige Menschheit.

Die Reihen der Siegel und der Posaunen sind ähnlich aufgebaut. Erst kommen vier Siegel oder Posaunen, dann kommen die fünften und sechsten. Danach gibt es eine Unterbrechung. Kapitel 7 unterbricht die Reihe der Siegel. Kapitel 10 und 11 unterbrechen die Reihe der Posaunen.

Die ersten vier Siegel verlaufen ähnlich. Johannes sah wie Jesus, das Lamm, eins der Siegel öffnete. Dann hörte er die laute Stimme eines der vier lebendigen Wesen um den Thron Gottes sagen: „Komm!“ Dann sah er ein Pferd. Die Pferde hatte unterschiedliche Farben und Reiter.

Das erste Siegel: ein siegreicher Eroberer

Ich sah, und da kam ein weißes Pferd, und der darauf saß, trug einen Bogen. Ihm wurde eine Krone gegeben, und er zog siegreich aus um zu siegen.

Offenbarung 6, 2

Manche Bibelausleger meinen, es ist der Herr Jesus, der auf dem weißen Pferd reitet. Sein Sieg soll die Ausbreitung des Evangeliums sein. Solche Ausleger sehen das als Erfüllung der Worte in Psalm 45,3-5. Doch Jesus erscheint auf einem weißen Pferd erst bei seiner Wiederkunft in Kapitel 19 der Offenbarung.

Andere Ausleger meinen, es ist der Antichrist, der auf dem weißen Pferd reitet. Aber der Antichrist erscheint als Tier aus dem Abgrund erst in Kapitel 13 der Offenbarung.

Wahrscheinlich ist der Reiter auf dem weißen Pferd das Bild eines siegreichen Generals. Er zieht in den Krieg. Als Jesus geboren wurde gab es überall im römischen Reich Frieden. Doch er warnte seine Apostel: Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hören (Matthäus 24,6). Auch in unserer Zeit hat es immer wieder Generale und Führer gegeben, die auszogen, um andere Völker zu besiegen: Friedrich der Große, Napoleon, Bismarck, Hindenburg, Adolf Hitler, Eisenhower, Stalin, Mao und viele andere mehr.

Das zweite Siegel: Krieg

Als das Lamm das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite lebendige Wesen sagen: Los! Darauf zog ein weiteres, feuerrotes Pferd aus. Dem Reiter wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen. Die Menschen sollten sich gegenseitig abschlachten. Dem Reiter wurde ein großes Schwert gegeben.

Offenbarung 6, 3-4

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte von Kriegen. Friedenszeiten sind die Ausnahme und dauern oft nur kurz. Jesus selbst sagte: eine Nation wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere (Matthäus 24,7). Diese schreckliche Wirklichkeit wird uns jeden Abend in den Nachrichten gezeigt.

Das dritte Siegel: Hunger

Als das Lamm das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte lebendige Wesen sagen: Los! Ich sah, und da war ein schwarzes Pferd, und der Reiter hatte eine Waage in der Hand. Dann hörte ich eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen. Sie sagte: Ein Kilo Weizen oder drei Kilo Gerste kosten so viel wie einen Tageslohn. Doch tue Öl und Wein keinen Schaden an!

Offenbarung 6, 5-6

Die hohen Preise sind die Folge von Lebensmittelknappheit. Der Herr Jesus hat gesagt: Es werden hier und dort Hungersnöte und Erdbeben geschehen. Dies alles ist der Anfang der Wehen (Matthäus 24,7-8). Hunger kann die Folge von Naturkatastrophen sein, wie z.B. Missernte. Aber oft ist er die Folge von Krieg. Armeen marschieren durch das Land und beschlagnahmen alle Lebensmittel. Die Ernte wird durch die Kämpfe zerstört. Die Zivilbevölkerung muss oft vor dem Konflikt fliehen. Das alles bedeutet Hunger.

Doch die reichen Leute leiden meistens keine Not. Zu der Zeit, als Johannes die Offenbarung schrieb, waren Öl und Wein Luxusgüter. Nur reiche Leute konnten sie sich leisten. Solche Luxusartikel waren nicht knapp. Wer Geld hatte, konnte sie kaufen.

Als das Lamm das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten lebendigen Wesens sagen: Los! Ich sah, und da war ein fahles Pferd, und der Name des Reiters war der Tod. Das Totenreich folgte ihm nach. Ihnen wurde Vollmacht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert, Hunger, Pest und durch die wilden Tiere der Erde.

Offenbarung 6, 7-8

Die vier Katastrophen Schwert, Hunger, Pest und wilde Tiere erscheinen auch bei den Propheten im Alten Testament. Siehe Jeremia Kapitel 24, Vers 10 oder Hesekiel Kapitel 5 Vers 17.

Das Totenreich ist nicht die Hölle. Die Worte die Hölle stehen in der Luther Bibel. Das ist leider falsch. In anderen Bibelübersetzungden steht richtig das Totenreich. Das Totenreich ist der Ort der Seelen der Menschen, die verstorben sind. Er besteht aus zwei Teilen. Das sieht man am Gleichnis vom reichen Mann und Lazarus (Lukas 16, 19-31). Die Seelen der Gläubigen ruhen in Abrahams Schoß. Ein anderer Name dafür ist das Paradies. Der Herr Jesus sagte zum Schächer am Kreuz: Heute wirst du mit mir im Paradies sein (Lukas 23,43). Die Seelen der Ungläubigen befinden sich in einem Ort der Qual (Lukas 16,28) ein schreckliches Warten auf das Gericht (Hebräerbrief 10,27). Das Jüngste Gericht am Ende der Zeit wird beschrieben im 20. Kapitel der Offenbarung.

Durch die Katastrophen sterben ein Viertel der Menschheit. Vielleicht denken manche Leute: das ist übertrieben. Doch sind viele Menschen durch Katastrophen umgekommen. Im Mittelalter wütete in Europa die Pest. Man nannte sie den schwarzen Tod. Ein Drittel der Menschen sind daran gestorben. Millionen kamen durch die falsche Wirtschaftspolitik in China und Nordkorea durch Hunger ums Leben. Das Schwert bedeutet Tod durch Gewalt: Krieg, Todesstrafe oder Verbrechen. Allein im 20. Jahrhundert sind durch die beiden Weltkriege über 100 Millionen Menschen umgekommen.

Das fünfte Siegel: Die Märtyrer

Als das Lamm das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen der Menschen, die getötet worden waren wegen Gottes Wort und ihres Zeugnisses. Sie riefen laut: Wie lange, heiliger und wahrhaftiger Herr, bis du richtest und unser Blut heimzahlst an den Erdebewohnern? Jedem wurden weiße Kleider gegeben. Ihnen wurde gesagt, sie sollten noch eine kleine Zeit ruhen, bis die Zahl ihrer Mitknechte und Geschwister voll wird, die auch noch getötet werden sollten wie sie.

Offenbarung 6, 9-11

Von Anfang an sind Christen verfolgt worden. Im ersten Jahrhundert von den Juden, danach von den Römern. Im Mittelalter wurden die wahren Christen oft von der Römisch-Katholische Kirche verfolgt. In England starben zwei Bischöfe am Scheiterhaufen, weil sie die römisch-katholische Lehre von der Verwandlung von Brot und Wein in der Messe ablehnten. In der Zeit der Reformation wurden Christen sogar von der evangelischen Kirche verfolgt. 3000 Täufer wurden im Zürcher See ertränkt, weil sie die Säuglingstaufe ablehnten. Im 20. Jahrhundert haben Kommunisten in der Sowietuntion, China und anderen Ländern Christen ins Gefängnis oder Arbeitslager gesteckt. Viele kamen ums Leben. Heute werden Christen in vielen Ländern verfolgt, besonders durch fanatischen Muslime, aber auch Hindus und Buddhisten.

Märtyrer sind Menschen, die bereit sind zu sterben, weil sie an Jesus Christus glauben. Johannes sah die Seelen der Märtyrer unter dem Altar. Sie hatten ihr Leben für Gott und Jesus geopfert. Die Märtyrer riefen nach Vergeltung. Vergeltung bedeutet, Gott wird die Menschen bestrafen, die Christen verfolgen. Man sagte den Märtyrern, sie sollten noch eine kleine Zeit warten. Inzwischen dauert diese kleine Zeit über 2000 Jahre. Gottes Zeit läuft eben anders als unsere. Mose sagte: Tausend Jahre sind vor dir wie der Tag von gestern (Psalm 90,4) und Petrus schrieb: Ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag! (2. Petrus 3,8).

Das sechste Siegel: Das Ende der Welt

Als das Lamm das sechste Siegel öffnete, geschah ein großes Erdbeben. Die Sonne wurde schwarz wie ein Sack aus Zeigenhaar. Der Mond wurde wie Blut. Die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, wenn er von einem starken Wind geschüttelt wird. Der Himmel verschwand wie eine zusammengerollte Buchrolle. Alle Berge und Inseln wurden von ihrem Ort weggerückt.

Offenbarung 6, 12-14

Das Ende der Welt wird viermal im Buch der Offenbarung beschrieben:

  1. Beim sechsten Siegel, Kapitel 6, Verse 12-17
  2. Bei der siebten Posaune, Kapitel 11, Verse 15-19
  3. Bei der siebten Zornesschale, Kapitel 16, Verse 17-21
  4. Am Jüngsten Gericht vor dem großen weißen Thron, Kapitel 20, Verse 11-15

Die Visionen im Buch der Offenbarung geschehen nicht hintereinander sondern nebeneinander.

Johannes beschrieb das Ende der Welt mit starken Bildern:

  1. Ein großes Erdbeben. Siehe auch Kapitel 11, Vers 19 und Kapitel 16, Vers 18.
  2. Zeichen am Himmel
  3. Der Himmel verschwindet
  4. Die Erde vergeht

Der Herr Jesus sagte: die Kräfte des Himmels werden erschüttert. Matthäus-Evangelium, Kapitel 24, Vers 29. Der Prophet Jesaja schrieb:

Das ganze Heer des Himmels wird vergehen. Die Himmel werden zusammengerollt wie eine Buchrolle. Ihr ganzes Heer wird herabfallen, wie das Laub am Weinstock herabfällt und wie die verdorrte [Frucht] des Feigenbaums.

Jesaja 34,4

Die Sonne wird sich verfinstern und der Mond sein Licht nicht leuchten lassen.

Jesaja 13,10

Die Sonne wird in Finsternis verwandelt und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt. Der Tag des HERRN ist nahe. Sonne und Mond kleiden sich in Trauer. Die Sterne verlieren ihren Schein. Himmel und Erde zittern.

Joel 3,4 und 4,14-16

Jede Insel floh, keine Berge waren mehr zu finden. Vor Gottes Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz für sie gefunden.

Offenbarung 16,20 und 20,11

Der große Tag des Zornes Gottes

Die Könige auf Erden, die Großen, die Reichen, die Generäle, die Mächtigen, alle Diener und alle freie Menschen verbargen sich in den Klüften und in den Felsen der Berge. Sie sagten zu den Bergen und zu den Felsen: „Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht von dem, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn der große Tag seines Zorns ist gekommen, und wer kann bestehen?“

Offenbarung 6, 15-17

Schon im Alten Testament sahen die Propheten Jesaja und Hosea den Tag des Gerichts voraus:

Ein Tag der Abrechnung kommt von dem HERRN über alles Stolze und Hohe der Menschen. Sie werden sich verkriechen in Felsspalten und Steinklüfte, weil sie Gott fürchten. Sie werden zu den Bergen sagen: Bedeckt uns! und zu den Hügeln: Fallt über uns!

Jesaja 2, 12+21; Hosea 10, 8

Für Menschen, die nicht an Jesus glauben, wird es schrecklich sein, Gott ins Angesicht zu schauen.

Es ist schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!

Hebräer 10, 31

Noch schrecklicher ist der Zorn des Lammes. Ein Lamm ist ein harmloses Tier. Viele Menschen glauben, der Herr Jesus Christus ist auch harmlos. Doch er ist Gottes Lamm, das das die Sünde der Welt hinwegnimmt (Johannes 1, 29). Jesus starb am Kreuz, um uns zu vergeben. Es gab sein Lebensblut, um uns zu erretten.

Leute, die Gottes Sohn mit Füßen treten, verdienen eine schlimme Strafe. Das Blut, das Jesus am Kreuz vergoss, bedeutet ihnen nichts. Sie beleidigen den Heiligen Geist.

Hebräer 10, 29

Diese Welt ist voller Katastrophen: Krieg, Erdbeben, Hungersnöte, Krankheit und Leid. Christen werden wegen ihres Glaubens verfolgt. Am Ende steht Gottes Gericht. Wie können wir bestehen? Es gibt nur eine Möglichkeit. Jesus Christus sagt:

Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.

Johannes 5, 24

Fortsetzung folgt!

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de