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Ein Blick hinter die Kulissen

Eine Erklärung der Offenbarung des Johannes

Gottes Volk

Danach sah ich vier Engel an den vier Enden der Erde stehen, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe über die Erde, noch über das Meer, noch über irgendeinen Baum.

Offenbarung 7, 1

Gott zeigt Johannes eine neue Vision

Am Schluss von Kapitel 6 der Offenbarung sah Johannes das Ende der Welt. Nun schreibt er Danach… In meiner Jugend erschien eine neue Bibelübersetzung. Ich probierte ich aus. Ich las im Buch der Offenbarung. Als ich zu dieser Stelle kam, dachte ich: wie ist das möglich? Was kann noch nach dem Ende der Welt kommen? Erst später habe ich verstanden. In Kapitel 6 gab der Herr Johannes eine Vision der sechs Siegel. Diese Vision schloss mit dem Ende der Welt. In Kapitel 7 gibt der Herr Johannes eine neue Vision. Die Dinge, die er in Kapitel 7 erzählt, geschehen gleichzeitig wie die Dinge, die er in Kapitel 6 erzählte.

Vier Engel halten die Winde der Zerstörung zurück

In den Kapiteln 8 und 9 der Offenbarung werden sieben Engel die sieben Posaunen blasen. Diese Posaunen bringen Katastrophen und Zerstörung auf die Erde. Aber jetzt sieht Johannes vier Engel, die die vier Winde (Nord, Süd, Ost und West) zurückhalten.

Gottes Volk wird versiegelt

Ich sah einen anderen Engel, der von Sonnenaufgang heraufstieg. Er hatte das Siegel des lebendigen Gottes. Er rief mit lauter Stimme zu den vier Engeln, denen es gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen. Er sagte: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben!

Offenbarung 7, 2-3

Als ich Kind war, hatten wir im Hause einen roten Stift aus Siegelwachs. Wenn man ein Packet mit der Post schickte, schnürte man es mit Kordel. Dann erhitzte man den Siegelwachs und ließ ihn auf die Knoten tropfen. Das machte das Packet sicher.

Wenn jemand ein Testament macht, wird es manchmal mit Siegeln geschützt, damit kein Mensch es ändern kann. Manchmal werden LKWs vom Zoll plombiert. Kein Unbefugter darf die Ladung aus dem LKW nehmen.

Ein Siegel kann auch ein Zeichen von Eigentum sein. Früher druckte man einen Stempel in den Siegelwachs. Das zeigte: diese Sache ist Privatbesitz.

Johannes sieht, wie Gottes Volk versiegelt wird. Sie sind Gottes Eigentum. Sie gehören dem Herrn. Und Gott schützt sie. Trotz Katastrophen und Zerstörung auf die Erde kommen sie zum Ziel.

Gottes Volk wird an ihren Stirnen versiegelt. Im ersten Vers von Kapitel 14 lesen wir:

Sie trugen seinen Namen (Jesus) und den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben.

Offenbarung 14, 1

Und am Schluss der Offenbarung:

Sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein.

Offenbarung 22, 4

Dieses Siegel ist der Heilige Geist.

Als ihr an Jesus gläubig geworden seid, seid ihr versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, den Gott vesprochen hat.

Epheser 1, 13

Menschen, die an Jesus glauben, empfangen den Heiligen Geist. Das ist die Wiedergeburt. Der Herr Jesus sprach davon im Johannesevangelium Kapitel 3, Verse 3, 5 und 7. Der Apostel Paulus schrieb auch davon in seinem Brief an Titus, Kapitel 3, Vers 5.

Menschen, die an Jesus glauben, werden an der Stirn versiegelt. Das heißt: jeder kann es sehen. Den Heiligen Geist kann man nicht sehen. Aber er verändert uns. Dann sieht jeder, dass wir zu Jesus gehören.

Gottes Armee: die 144.000

Ich hörte die Zahl der Versiegelten: 144 000 Versiegelte, aus allen Stämmen der Kinder Israels.

Offenbarung 7, 4

Über die 144.000 wird viel diskutiert. Die Zeugen Jehovas sind überzeugt, sie sind die 144.000. Leider gibt es mehr als 144.000 Zeugen Jehovas. Keiner weiß, wer dazu gehört und wer nicht!

Manche meinen, die 144.000 sind Israeliten, die in der Endzeit das Evangelium in der ganzen Welt verbreiten.

Um dieses Geheimnis zu lüften, muss man drei Dinge bedenken:

1. 144.000 ist eine symbolische Zahl.

144.000 = 3 (die Zahl Gottes) x 4 (die Zahl des Menschen) x 12 (die Zahl der Vollkommenheit, 12 Stämme Israels, 12 Apostel) x 1000 (eine große Menge). Die Zahlen 12, 144 und 12,000 erscheinen in Kapitel 21 wieder. Dort wird das Neue himmlische Jerusalem beschrieben. Auch dort haben diese Zahlen symbolische Bedeutung.

2. Die Liste der Versiegelten ist eine Musterung.

In den ersten zwei Kapiteln des 4. Mosebuchs gab Gott Mose den Befehl, die 12 Stämme Israels zu zählen. Es ging darum, die Kinder Israels zu mustern, um zu wissen, wieviele in Israel kriegstauglich waren.

Heute hat der Herr auch seine Soldaten. Der Apostel Paulus schrieb an seinen Mitarbeiter Timotheus: Sei ein guter Streiter Jesu Christi! (2. Timotheus 2,3) Aber:

Wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut und die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott.

Epheser 6, 12 und 2. Korinther 10, 4.

3. Hören und Sehen.

Johannes schreibt:

Ich hörte die Zahl der Versiegelten… und ich sah eine große Schar, die niemand zählen konnte.

Offenbarung 7, 4+9

Das Hören und Sehen gab es schon zwemial in der Offenbarung. Im ersten Kapitel hörte Johannes eine gewaltige Stimme. Als er sich umdrehte, sah er die sieben Leuchter (die sieben Gemeinden) und den auferstandenen Herrn in ihrer Mitte.

Im 5. Kapitel hörte er: es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids (Vers 5). Als er sich umdrehte, sah er ein Lamm, wie geschlachtet (Vers 6). Der Löwe aus dem Stamm Juda und das geschlachtete Lamm sind beide unser Herr Jesus Christus.

In Kapitel 7 ist es ähnlich. Johannes hört die Zahl der Krieger des Löwen Judas. Danach sieht er eine unzählbare Schar von Menschen, die das geschlachtete Lamm erlöst hat. Diese beiden Gruppen, die 144,000 und die unzählbare Schar sind die gleichen Menschen. Das wird klar, wenn man die ersten Verse von Kapitel 14 der Offenbarung liest.

Die unzählbare Schar aus allen Völkern

Ich sah, und da war eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen. Sie standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen .

Offenbarung 7, 9

Zu einer kanaanäischen Frau aus dem Norden Israels sagte Jesus:

Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.

Matthäus 15, 24

Später sagte Jesus:

Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Schafhürde sind; auch diese muss ich führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte sein.

Johannes 10, 16

Er sagte auch:

Viele werden kommen vom Osten und vom Westen und werden im Reich der Himmel mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tisch sitzen, aber die Kinder des Reiches werden in die äußerste Finsternis hinausgeworfen werden.

Matthäus 8, 11-12

Als Johannes die Offenbarung schrieb, gab es nur wenige Christen in wenigen Ländern. Heute gibt es Christen in allen Ländern der Erde. Sie sind tatsächlich eine unzählbare Schar.

Die große Trübsal

Ich sah eine große Schar vor dem Thron Gottes. Einer der Ältesten fragte mich: Wer sind diese, die mit weißen Kleidern bekleidet sind, und woher sind sie gekommen? Ich sagte: Herr, du weißt es! Er sagte mir: Sie sind aus der großen Trübsal gekommen. Sie haben ihre Kleider gewaschen, und sie haben ihre Kleider weiß gemacht in dem Blut des Lammes.

Offenbarung 7, 9,13+14

Manche Leute meinen, die großen Trübsal ist eine Periode von 3½ Jahren in der Endzeit, in der der Antichrist herrschen wird. Eine bessere Erklärung ist, Johannes sieht hier die vollendete Gemeinde. Das sind alle Menschen, die durch die Jahrhunderte an Jesus Christus geglaubt haben.

Ein anderes Wort für Große Trübsal ist große Bedrängnis. Die Heilige Schrift spricht von vier Zeiten, in denen Gottes Volk in großer Bedrängnis waren:

1. Die Verschleppung nach Babylon

586 vor Christus wurde das Volk Israel nach Babylon verschleppt. Der Prophet Jeremia sagte:

Wehe! Denn groß ist dieser Tag, keiner ist ihm gleich, und eine Zeit der Drangsal ist es für Jakob; aber er wird aus ihr errettet werden!

Jeremia 30, 7

Gott hat großes Unheil über uns gebracht, wie es unter dem ganzen Himmel noch nirgends vorgekommen und wie es nun wirklich an Jerusalem geschehen ist.

Daniel 9, 12

2. Die Entweihung des Tempels durch Antiochus Epiphanes

Antiochus Epiphanes war ein Nachfolger vom großen griechischen General Alexander dem Großen. 167 vor Christus stellte Antiochus im Tempel von Jerusalem einen Altar zum griechischen Gott Zeus (Jupiter) auf. Er opferte dort einen Schwein: für Juden ein unreines Tier.

Der Prophet Daniel hat dies vorausgesagt:

Er wird ein erstaunliches Verderben anrichten, einen verheerenden Frevel. Er wird das Heiligtum, entweihen, das beständige Opfer abschaffen und den Gräuel der Verwüstung aufstellen

Daniel 8, 24+13; 11,31

3. Die Römer eroberten Jerusalem und zerstörten den Tempel

Die Römer belagerten Jerusalem. 70 nach Christus eroberten sie die Stadt. Sie zerstörten den Tempel. Heute bleibt nur noch die Klagemauer übrig.

Der Prophet Daniel hat dies vorausgesagt:

das Volk des zukünftigen Fürsten [die Römer] wird die Stadt und das Heiligtum [den Tempel] zerstören.

Daniel 9, 26

Der Herr Jesus hat die Menschen auch davor gewarnt:

Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren belagert seht, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe ist.

Lukas 21, 20

Die römische Armee hat ihre heidnische Fahnen im Tempel aufgestellt. Jesus sagte:

Ihr werdet sehen den Gräuel der Verwüstung stehen, wo er nicht soll. Davon hat der Prophet Daniel geredet.

Markus 13, 14; Daniel 12, 11.

Die römische Armee richtete ein Blutbad an. Über eine Million Juden verloren das Leben. Die anderen wurden in die ganze Welt vertrieben. Das nennt man die Diaspora (Zerstreuung). Sie besteht bis heute. Der Herr Jesus sagte dazu:

Dann wird eine große Trübsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.

Matthäus 24, 21

4. Die verfolgte Gemeinde zu allen Zeiten.

Der Apostel Paulus sagte: Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen (Apostelgeschichte 14, 22). Alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden. (2. Timotheus 3,12)

Petrus sagte zu Jesus: Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt! Jesus antwortete: ihr werdet hundertmal so viel zurückbekommen, mit Verfolgungen, und in der zukünftigen Welt das ewige Leben.

Markus 10, 28-30

Zu allen Zeiten haben Christen Verfolgung erlitten. Die ersten Christen wurden von den Juden aus den Synagogen vertrieben. Unter den Römern wurden Christen in der Arena vor die Löwen geworfen. Im Mittelalter wurden die wahren Gläubigen sogar von der Kirche Roms verfolgt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die evangelische Kirche hat hunderte Täufer in den Zürcher See ertränkt. John Bunyan, der Verfasser der Pilgerreise, schrieb sein Buch im Gefängnis. Sein Verbrechen? Er hat in einer Scheune statt in einer Kirche gepredigt! Tausende Christen flohen aus Europa in die Vereinigten Staaten von Amerika, um frei zu sein. Vor 150 Jahren schlossen preußische Gendarmes die Bibelstunden der Freien Evangelischen Gemeinden im Biedenkopfer Land. Heute werden in vielen Ländern Christen von fanatischen Islamisten, aber auch von Hindus und Buddhisten verfolgt

Das Zeil erreicht

Ich sah eine große Schar. Sie standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern. Sie riefen laut: „Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm!“ Sie haben ihre Kleider gewaschen und sie weiß gemacht in dem Blut des Lammes. Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel. Gott, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt aufschlagen über ihnen. Sie werden nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten. Das Lamm wird sie weiden und sie leiten zu lebendigen Wasserquellen, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.

Offenbarung 7, 9+10, 14-17

Das Buch der Offenbarung spricht viel von Katastrophen und von Verfolgung der Christen. Doch trotz der Katastrophen und Verfolgung kommt Gottes Volk zum Ziel. Das soll uns Mut machen! Hier auf Erden haben wir zu kämpfen: gegen Versuchung, gegen Sünde, gegen Leid und gegen Widerstand. Doch wir dürfen wissen: Gott bringt uns sicher zum Ziel!

1. Wir werden in Gottes Gegenwart sein.

. In der Ewigkeit werden wir vor Gottes Thron stehen. Wir werden Jesus sehen.

2. Wir werden vollkommen heilig sein.

Die weißen Kleider sind ein Zeichen von Reinheit. Wir sind unrein, doch wir haben unsere Kleider gewaschen. Wir haben sie rein gemacht im Blut des Lammes.

Wir haben oft gesündigt. Es gibt sehr viel Schuld in unserem Leben. Jesus hat mehrmals zu den Menschen gesagt: „Geh und wasch dich!“ Wenn wir am Jesus glauben, werden wir reingewaschen von Schuld. Jesus trug unsere Sünde am Kreuz. Deshalb werden wir rein gemacht im Blut des Lammes.

3. Wir werden Gott loben und ihm dienen.

Der Apostel Paulus schrieb: Tut alles zur Ehre Gottes! (1. Korintherbrief 10, 31). Hier auf Erden lenkt uns vieles ab. Dort in der Ewigkeit werden wir Gott immer loben - nicht nur sonntags! Wir werden die ganze Zeit Gott dienen. Denkst du vielleicht: das ist aber langweilig! Dann musst du dich fragen: bin ich wirklich ein Gotteskind?

4. Es wird keine Not und kein Leid mehr sein.

Es wird keine Not sein, weil der Herr Jesus, der gute Hirte, wird uns zu lebedigen Wasserquellen führen. Es wird weder Hunger noch Durst sein. Gott wird alle Tränen von unsern Augen wischen.

Welch eine herrliche Zukunft!

Fortsetzung folgt!

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de