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Das Vater Unser

Die Lehre unseren Herrn Jesus Christus über das Gebet.

1. Teil Einführung

Darum sollt ihr also beten:
Unser Vater in dem Himmel!
Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser täglich Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Matthäusevangelium Kapitel 6, Verse 9 bis 13

In dieser Reihe werden wir das Vater Unser studieren. Das Vater Unser ist ein Gebet, das Jesus Christus uns gelehrt hat. Deshalb nennen wir es auch das Herrngebet. Viele kennen das Vater Unser auswendig. Sie mussten es für die Konfirmation lernen. Das Vater Unser wird auch in jedem Gottesdienst der Evangelischen und Katholischen Kirche gebetet. Ich frage mich aber, ob alle verstehen, was sie dabei beten? Es ist leicht, das Vater Unser herunterzulei sagen, ohne nachzudenken, was wir da sagen. Deshalb wollen wir sehen, was der Herr Jesus mit diesem Gebet meinte.

Jesus lehrt uns beten

Wir lesen in der Bibel, dass Jesus oft betete. Einmal waren seine Jünger dabei und hörten zu. Sie waren sehr überrascht. Jesus betete ganz anders, als sie gewohnt waren. Die Jünger kannten die Gebete im Gottesdienst. Geschriebene Gebete wurden vorgelesen, genau wie bei uns. Aber Jesus sprach ganz natürlich mit Gott, wie man mit einem Freund spricht. Die Jünger waren neugierig. Sie wollten auch lernen, so zu beten. Deshalb baten sie Jesus: „Herr, lehre uns beten!“

Jesus antwortete: „Wenn ihr betet, sagt…“ Wir haben Jesus oft missverstanden. Wir meinen, wir sollen immer wieder die Worte des Vater Unsers sprechen. Deshalb betet man dieses Gebet immer wieder im Gottesdienst. Aber Jesus wollte nicht, dass wir immer wieder doe gleichen wort sprechen. Er wollte uns eine Hilfe geben, wie wir beten können.

Wir brauchen keine langen Gebete machen

Damals, zur Zeit Jesu, gab es Leute, die lange Gebete machten. Sie glaubten, Gott hört sie, wenn sie viele Worte machen. Das brauchst du nicht, sagte Jesus. Gott weiß doch, was wir brauchen, ehe wir es sagen.

Wenn du viel auf dem Herzen hast, sagt Jesus, dann geh in dein Zimmer ganz allein und sag es Gott. Er hört dich. Aber wenn du im Gottesdienst bist, sprich ein kurzes Gebet.

Das Vater Unser ist sehr kurz. Jesus sagt sehr viel mit wenigen Worten. Wir werden in den nächsten Nummer der Christlichen Gehörlosen-Zeitung mehr über das Vater Unser studieren. Wir werden sehen, wie voller Bedeutung es ist.

Das Vater Unser hat verschiedene Teile

Zuerst kommt die Anrede:

Unser Vater in dem Himmel!

Danach kommen drei Bitten. Sie haben alle mit Gott zu tun:

Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe.

Die nächsten Worte:

wie im Himmel so auf Erden.

sind wie ein Bindeglied. Sie sind der Übergang von der ersten Hälfte des Gebets zur zweiten Hälfte.

Dann kommen vier Bitten, die mit uns Menschen zu tun haben:

Unser täglich Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Das Gebet endet mit einem Lobpreis zu Gott:

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Das Gebet beginnt und endet mit Gott.

Das Vater Unser ist wie die Finger an unserer Hand.

 

Daumen Verehrung „Geheiligt werde dein Name.“
Zeigefinger Verbreitung „Dein Reich komme! Dein Wille geschehe!“
Mittelfinger Versorgung „Gib uns heute unser tägliches Brot.“
Ringfinger Vergebung „Vergib uns unsere Schuld.“
Kleinfinger Verführung „Führe uns nicht in Versuchung.“

Der Daumen ist anders als die übrigen Finger. Wenn wir beten: „Geheiligt werde dein Name“, dann erinnern wir uns, dass Gott anders ist als wir Menschen. Wir verehren ihn.

Mit dem Zeigefinger zeigt man den Weg. Wenn wir beten: „Dein Reich komme! Dein Wille geschehe!“, dann erinnern wir uns, dass Gott uns zeigt, was er will. In der Bibel lesen wir, wie wir leben sollen. Wir erinnern uns auch, dass Gottes Reich das Ziel unseres Lebens ist.

Mit dem Zeigefinger melden wir uns, wenn jemand fragt: „Wer macht mit?“ Wenn Jesus Christus fragt, „Wer will mir nachfolgen?“ dann melden wir uns: „Ja, Herr! Dein Wille geschehe!“

Der Mittelfinger ist der größte. Wenn wir Gott bitten: „Gib uns heute unser tägliches Brot“, dann erinnern wir uns, dass er groß genug ist, für uns zu sorgen.

Ehepartner tragen am Ringfinger einen Ehering. Er erinnert an den Ehebund. Durch Christus hat Gott mit uns auch einen Bund geschlossen. Jesus sagte beim Abendmahl: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut.“ Wenn wir beten: „Vergib uns unsere Schuld“, erinnern wir uns, dass Jesus am Kreuz für unsere Schuld starb. Deshalb kann Gott alles vergeben, was wir verkehrt gemacht haben.

Der kleine Finge erinnert uns, dass die Versuchung oft mit kleinen Dingen anfängt. Wenn wir beten: „Führe uns nicht in Versuchung“, dann bitten wir Gott, uns zu bewahren. Im Lied heißt es:

Ist die Weiche falsch gestellt, wird am Schluss das Ziel verfehlt.

Wir wollen nicht die falsche Entscheidung treffen, den falschen Weg einschlagen. Wir wollen Gottes Weg gehen. Wir wollen uns für Jesus Christus entscheiden. der Herr hilfe uns dabei!

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de