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Das Vater Unser

Die Lehre unseren Herrn Jesus Christus
über das Gebet

10. Teil: Versuchung

Darum sollt ihr also beten:
    Führe uns nicht in Versuchung.

Matthäus 6, 13

Florian geht baden

"Darf ich heute Nachmittag mit meinen Freunden spielen?" fragte der kleine Florian seine Mutter nach der Schule.

"Natürlich," antwortete seine Mutter. "Nur musst du mir versprechen, dass du nicht in den Baggersee baden gehst. Es ist zu gefährlich."

"Keine Angst, ich verspreche dir," sagte Florian.

Als er später nach Hause kam, merkte seine Mutter, dass seine Haare nass waren.

"Hast du doch im Baggersee gebadet?"

"Ja, Mutti, ich bin in Versuchung gekommen."

"Aber woher hattest du die Badehose?"

"Die habe ich mitgenommen, falls ich in Versuchung komme!"

Wir schmunzeln über den kleinen Florian. Wir wissen, dass es uns oft genau so geht!

Versuchung kommt nicht von Gott

Wenn du in Versuchung kommst, darfst du nicht sagen: Gott hat mich in Versuchung gebracht. Gott hat keinen Spaß am Bösen und er bringt niemanden in Versuchung. Nein, Versuchung kommt von unseren eigenen Lust, die uns lockt und verführt. Wenn wir der Versuchung nicht widerstehen, dann landen wir in die Sünde. Wenn wir nicht aufhören zu sündigen, werden wir in der Hölle landen. (Jakobus 1, 13 bis 15)

Versuchung kommt nicht von Gott, sondern vom Teufel. Er versuchte die ersten Menschen, Adam und Eva, im Garten Eden. Er versuche unseren Herrn Jesus Christus in der Wüste.

Aber die Versuchung kommt nicht nur von außen. Sie kommt auch von innen. Sie kommt von unserer Lust. Wir möchten etwas tun, was verboten ist. Wir möchten etwas haben, das schädlich ist. Wenn wir nachgeben, dann sündigen wir.

Es ist nicht Gott, der uns in Versuchung bringt. Warum sagte dann der Herr Jesus, wir sollen beten: Führe uns nicht in Versuchung?

Gott will uns helfen, der Versuchung zu widerstehen

Jesus lehrte uns beten: Vergib uns unsere Schuld. Wir geben oft nach und tun Sünde. Deshalb brauchen wir immer wieder Gottes Vergebung. Aber wir sollten nicht dort stehen bleiben. Der Herr möchte uns helfen, Versuchung zu widerstehen. Manchmal ist die Versuchung sehr stark. Wir denken: „Ich kann nicht widerstehen!“ Aber Gott hat versprochen, zu helfen.

Die Versuchung, die ihr erlebt, ist nur menschlich. Gott lässt euch nicht im Stich. Er lässt nicht zu, dass die Versuchung zu stark für euch wird. Er gibt euch immer einen Ausweg, damit ihr die Versuchung ertragen könnt. (1.Korinther 10, 13)

Wir sollen Gott um Hilfe bitten

Im Garten Gethsemane sagte der Herr Jesus:

Wacht und betet, dass ihr nicht in Versuchung kommt. Der Geist ist willig aber das Fleisch ist schwach. (Matthäus 26, 41)

Jesus warnte seine Jünger: Der Geist ist willig Das heißt: ihr meint es gut. Aber das reicht nicht. Das Fleisch ist schwach. Wir schaffen es nicht, der Versuchung zu widerstehen. Wir brauchen Hilfe.

Jesus sagte: Wacht und betet, dass heißt: schlaft nicht, sondern bittet Gott um Kraft. Aber Jesu Jünger sind eingeschlafen, und in der Stunde der Not versagten sie.

Jesus blieb wach und betete, und Gott gab ihm Kraft. Er musste schrecklichen Stunden durchmachen, aber er blieb der Sieger.

Wenn du weißt, dass du schwach bist, dann sage es dem Herrn und bitte ihn um Kraft. Wenn du meinst, du bist stark, dann pass auf und bitte Gott um Hilfe.

Gott prüft unseren Glauben

Das deutsche Wort versuchen hat eine zweite Bedeutung. Es bedeutet ausprobieren, testen. Die Bibel sagt, dass unser Glaube geprüft wird. Gott prüfte Abraham (1.Mose 22,1), er prüfte Hiob (Hiob 23,10), er prüfte das Volk Israel in der Wüste (5.Mose 8,2) und er prüft uns (Jakobus 1,2; 1.Petrus 1,6-7).

Unser Glaube wird geprüft durch Probleme und Schwierigkeiten. Es kann Krankheit sein, oder Arbeitslosigkeit. Vertrauen wir dem Herrn, auch wenn Probleme da sind?

Wir bitten Gott, uns zu bewahren

Jesus lehrt uns zu beten: Führe uns nicht in Versuchung. Wir sollen nicht beten, dass wir keine Versuchungen bekommen. Jesus sagte:

Es wird immer wieder Versuchungen geben. (Lukas 17,1)

Wir bitten Gott, uns die Kraft zu geben, der Versuchung zu widerstehen.

Wir sollen auch nicht beten, dass unser Glaube nicht geprüft wird. Aber wir bitten Gott, dass wir die Prüfung bestehen.

Der Gläubige ist manchmal in einer Zwickmühle, aber der Herr weiß ihn daraus zu befreien.
(2. Petrus 2, 9)

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de