Was ist die CGG? Was wir glauben CGG-Atlas   Kontakt Impressum
  Home   Aktuelles   Termine   Berichte   Fotoalbum   Freizeiten   Seminare   Mission   Bibelarbeit   Online-Bibelkurs   Wissenschaft   Humor   Bibelquiz   Gebärdensprache   Surftipps

Das Vater Unser

Die Lehre unseren Herrn Jesus Christus über das Gebet

2.Teil: Die Anrede

Darum sollt ihr also beten:

Unser Vater in dem Himmel…

Matthäusevangelium Kapitel 6, Vers 9

Wenn wir einen Brief schreiben, beginnen wir immer: "Lieber Hans" oder "Liebe Inge". Das nennt man "die Anrede". Es ist ähnlich, wenn wir beten. Beten bedeutet, zu Gott sprechen. Beten bedeutet, mit Gott reden. Wenn wir beten, sprechen wir ihn an. Das ist die Anrede. Jesus sagte, wir sollten Gott so anreden:

Unser Vater in dem Himmel!

Gott ist unser Vater

Der große deutsche Dichter Friedrich Schiller schrieb:

Brüder - überm Sternenzelt muss ein liebender Vater wohnen.
Alle Menschen werden Brüder!

Gott ist der Schöpfer aller Menschen. Deshalb sind alle Menschen Brüder. Wir sind alle Gottes Kinder. Gott ist der Vater aller Menschen. Der Apostel Paulus schrieb (Epheserbrief 3,15):

Gott ist der wahre Vater. Alle Väter haben ihren Namen von ihm.

Heute redet man viel von Menschenrechte und Frieden. Aber ohne Gott gibt es keine Menschenrechte und keinen Frieden. Die Evolutionstheorie sagt, der Mensch ist nur ein Tier. Bei Tieren gilt das Recht des Stärkeren. Bei Gott ist das anders. Jesus sagt:

Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.

Durch Jesus Christus dürfen wir zu Gott
"Vater" sagen

Gott ist unser Schöpfer. Er ist der Vater aller Menschen. Aber kein Mensch hat je Gott gesehen (Johannesevangelium, Kapitel 1, Vers 18). Deshalb sagte Philipp zu Jesus,

Zeig uns den Vater, dann sind wir zufrieden. (Johannes 14,8)

Jesus gab ihm die erstaunliche Antwort,

Wenn du mich gesehen hast, dann hast du den Vater gesehen, Philipp.

Jesus, Gottes Sohn, zeigt uns, wie Gott ist

Jesus nannte Gott seinen Vater. Wenn du durch den Glauben zu Jesus gehörst, ist Gott auch dein Vater. Nach seiner Auferstehung sagte Jesus zu Maria von Magdala:

Gehe zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. (Johannes 20,17)

Wenn du dem lebendigen Herrn Jesus dein Leben anvertraut hast, bist du Gottes Kind (Erster Johannesbrief, Kapitel 5, Vers 1). Dann darfst du zu Gott "Vater" sagen.

Viele Menschen sprechen Gebete. Aber richtig beten kannst du nur, wenn du zu Jesus gehörst. Paulus schrieb im Epheserbrief, Kapitel 2, Vers 18:

Durch Jesus Christus haben wir alle in einem Geist den Zugang zum Vater.

Richtig beten kannst du nur, wenn du durch den Glauben an Jesus Christus in einer persönlichen Beziehung zu Gott stehst.

Wir können mit Gott reden wie ein Kind mit seinem Vater

Bist du Vater oder Mutter mit kleinen Kindern? Dann hast du vielleicht schon folgendes erlebt. Du bist im Gespräch mit anderen Erwachsenen. Das Gespräch ist sehr wichtig und ernst. Plötzlich kommt eins deiner Kinder herein. Ohne auf die anderen Erwachsenen im Zimmer zu schauen, läuft es schnurstracks auf dich zu. Ohne eine Sekunde zu warten, platzt das Kind mit seiner Frage heraus. Ein Kind fühlt sich bei seinen Eltern sicher. Es kann ihnen alles sagen, was es auf dem Herzen hat. Gott wünscht, dass wir auch so mit ihm reden. Deshalb singen wir in einem Lied:

Vater ich komme heute zu dir, wie ein Kind laufe ich in deine Arme.

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir mit dem heiligen, allmächtig Gott reden

Wir dürfen ohne Hemmung zu Gott kommen. Wir dürfen ihm allessagen, was uns auf dem Herzen liegt. Aber wir dürfen nicht vergessen, mit wem wir reden. Gott ist unser Vater, aber er ist im Himmel und wir sind nur Menschen auf der Erde. Als Abraham zu Gott betete (1.Mose 18,27) sagte er:

Ich habe mich entschlossen, mit dem HERRN zu reden, obwohl ich nur Staub und Asche bin.

Gott ist unser Vater, aber nicht unser Kumpel. Wir dürfen frei mit ihm reden, aber immer mit Respekt. Gott ist heilig. Wir dürfen nur zu ihm kommen, weil Jesus Christus unsere Schuld am Kreuz getragen hat. Wir dürfen zu Gott reden, wie ein Kind mit seinem Vater. Aber wir sollten nicht babbeln, wie Kleinkinder manchmal tun! Im Alten Testament (Prediger 5,2) steht:

Du darfst vor Gott nicht zu schnell reden und deine Gedanken nicht davon laufen lassen. Gott ist im Himmel und du bist auf der Erde; darum lass deiner Worte wenig sein.

Jesus Christus sagte auch:

Wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viel Worte machen. (Matthäusevangelium Kapitel 6, Vers 7)

Beten ist Reden mit Gott

Viele Menschen beten erst, wenn sie Hilfe brauchen oder in Not sind. Ihre Gebete sind wir eine Einkaufsliste. Sie sagen: “Lieber Gott, gib‘ mir dies, schenk‘ mir das; bewahre mich hier, hilf mir dort.” Natürlich dürfen wir Gott um Hilfe bitten. Im Vater Unser zeigt uns der Herr Jesus, wofür wir bitten sollen. Das sehen wir dann in der nächsten Webseite.

Aber Beten ist mehr als nur bitten. Gebet ist reden mit Gott. Gebet ist ein Gespräch mit dem himmlischen Vater.

Stell dir eine Familie vor. Vater und Mutter und die Kinder sitzen beim Essen um den Tisch. Keiner redet. Plötzlich sagte der Mann zu seiner Frau: "Liebling, reich mit bitte den Senf." Danach ist es wieder still. Dann sagte ein Kind: "Papi, gibst du mir bitten den Ketchup." Dann wieder stille. Welch eine komische Familie! Sie reden miteinander nur ,wenn sie um etwas bitten. Fühlst du dich wohl in einer solchen Familie? Ich glaube nicht! In einer guten Ehe und Familie reden wir über alles mögliche. So können wir auch mit Gott reden. Er freut sich auf ein Gespräch mir uns. Wir sind seine Kinder.

Wir dürfen gemeinsam beten

Jeder von uns darf persönlich mit Gott reden. Jesus sagte (Matthäusevangelium Kapitel 6, Vers 6):

Wenn du allein betest, gehe in dein Zimmer, mach die Tür zu und bete zu deinem Vater.

Aber wir können auch gemeinsam beten. Deshalb sagen wir nicht nur “mein Vater” sondern "unser Vater." In der Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft beten wir zusammen im Gottesdienst und in der Bibelstunde. Wir bringen unsere Anliegen gemeinsam zu Gott.

Wir beten zum himmlischen Vater im Namen Jesu Christi

Die meisten Christen in der Welt beten zu Gott und sagen zu ihm “Vater” oder “Herr”. Viele Christen in Deutschland beten zum Herr Jesus Christus. Es ist sicher nicht verboten, zu Jesus zu beten. Aber Jesus selber sagte (Johannesevangelium, Kapitel 16, Vers 23):

Wenn ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er es euch geben.

In der nächsten Webseite werden wir sehen, was wir Gott bitten sollen.

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de