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Das Vater Unser

Die Lehre unseren Herrn Jesus Christus über das Gebet

5.Teil: Die zweite und dritte Bitte

Darum sollt ihr also beten:
Dein Reich komme;
Dein Wille geschehe
Wie im Himmel, so auf Erden.

 

Matthäusevangelium Kapitel 6, Vers 10

Gottes Reich und Gottes Wille

Martin Luther hat gesagt: "Gottes Reich kommt auf zweierlei Weise. Einmal hier, in dieser Zeit, durch das Wort und den Glauben. Dann wird es in der Ewigkeit offenbar (alle werden es sehen). Gottes Reich fängt hier wohl an und wächst. Erst in der Ewigkeit wird es aber vollkommen."

Man kann es ganz einfach sagen: Wo Gottes Wille getan wird, dort ist Gottes Reich. Im Himmel wird Gottes Wille immer getan. Deshalb wird Gottes Reich manchmal auch "Himmelreich" genannt.

Hier auf Erden wird Gottes Wille nicht immer getan. Deshalb sollen wir dafür beten, dass Gottes Reich komme und sein Wille sei getan, wie im Himmel, so auf Erden.

Wir beten zuerst für uns selbst

Zuerst sollten wir für uns selber beten: "Dein Reich komme in mein Herz, in mein Leben." Wir sagen zu Gott: "Ich möchte, dass Jesus Christus der König meines Herzens ist. Jesus soll der Herr meines Lebens sein." Wenn wir beten: "Dein Wille geschehe in mir," dann sagen wir zu Gott: "Ich möchten tun, was du willst."

Das können wir aber nur tun, wenn wir dem Herrn Jesus Christus unser Leben übergeben haben. Jesus sagte:

Wer nicht von neuem geboren ist, kann das Reich Gottes nicht sehen und in das Reich Gottes nicht eingehen. (Johannesevangelium 3,3+5)

Wenn wir zu Gott beten: "Dein Wille geschehe in meinem Leben," dann werden wir merken, dass wir nicht immer Gottes Willen tun. Oft tun wir lieber, was wir wollen. Wir wissen manchmal, was die Bibel sagt, aber wir gehen lieber unseren eigenen Weg.

Wenn wir merken, dass wir den eigenen Weg gegangen sind, können wir es Gott im Gebet sagen. Das nennt man "die Sünde bekennen." Die Heilige Schrift sagt:

Wenn wir zugeben, dass wir eine Sünde getan haben, dann wird Gott sie uns vergeben und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von jeder Sünde. (1. Johannesbrief 1,9+7)

Es ist wunderbar, dass Gott uns vergibt, wenn wir etwas falsches getan haben. Aber nicht nur das: er gibt uns die Kraft, das Richtige zu tun. Um uns zu helfen, hat Gott uns drei Geschenke gegeben.

Zuerst hat er uns den Heiligen Geist gegeben.

Ihr seid Gottes Kinder, deshalb hat Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen gesandt. (Galater 4:6)

Gottes Geist handelt, wenn wir beten. Er gibt uns den Wunsch und die Kraft, Gottes Willen zu tun.

Gottes zweite Geschenk ist sein Wort, die Heilige Schrift, die Bibel. Wenn wir beten: "Dein Wille geschehe!" dann sollten wir auch in der Bibel lesen. Die Bibel sagt uns, was Gottes Wille ist.

Als drittes Geschenk hat Gott uns Freunde gegeben. Das sind andere Menschen, die auch an Jesus Christus glauben. Wir treffen sie zum Beispiel im Gehörlosen-Gottesdienst, in der Bibelstunde, auf einer Freizeit. Wir helfen einander und wir beten füreinander.

Wir beten für andere Leute

Hast du schon gebetet: "Vater im Himmel, dein Reich komme in meinem Herzen, dein Wille geschehe in meinem Leben"? Dann sollst du für deine Freunde beten, die auch an Jesus Christus glauben. Bete, dass der Herr Jesus König sein kann in ihrem Herzen. Bete, dass sie auch Gottes Willen tun.

Du hast sicher Freunde, Bekannte und Verwandte, die Jesus Christus noch nicht kennen. Auch für sie kannst du beten: "Dein Reich komme! Dein Wille geschehe!" Was bedeutet das? Du betest: "Herr, ich bitte dich für meinen Freund. Ich bitte dich, dass er zum Glauben an Jesus Christus kommt. Ich bitte, dass er Jesus als seinen Herrn und Heiland kennen lernt. Ich bitte, dass er beginnt, in der Bibel zu lesen. Ich bitte, Herr, dass er deinen Willen tut."

Wir beten für unsere Gesellschaft und die Welt, in der wir leben

In die Heilige Schrift heißt es:

Der Herr will nicht, dass Leute verloren gehen, sondern dass alle Gelegenheit finden, umzukehren. Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und dass sie die Wahrheit in Jesus Christus erkennen.
(2.Petrus 3,9; 1.Timotheus 2,4)
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Wenn wir zu Gott beten: “Dein Wille geschehe!” dann beten wir für die Evangelisation. Wir beten, dass die Gute Nachricht von Jesus Christus weitergesagt wird. Als Gehörgeschädigte beten wir besonders für gehörlose Menschen. Wir möchten, dass auch sie von Jesus Christus erfahren und ihr Vertrauen auf ihn setzen. In Deutschland, in der Schweiz und in Österreich. Aber auch in anderen Ländern. Wir beten für die weltweite Mission.

Unsere Welt ist voller Probleme. Wir sehen sie jeden Abend im Fernsehen. Krieg, Unruhe, Hunger, Naturkatastrophen, Arbeitslosigkeit. Was denken wir? Wenn wir die Probleme der Welt sehen, können wir auch zu Gott beten: ”Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.” Die Bibel sagt:

In aller Welt macht Gott den Krieg ein Ende. (Psalm 46,10).
Herr, unser Gott, du wirst uns Frieden schenken. (Jesaja 26,12).

Wir dürfen Gott darum bitten, dass Kriege aufhören. Wir dürfen für Frieden und Gerechtigkeit beten. Wir können Gott bitten, dass Menschen Hilfe bekommen in den Naturkatastrophen. Gott erhört unsere Gebete.

Wir beten, dass der Herr Jesus Christus wiederkommt

Unsere Welt steckt voller Probleme. Sie wird nie vollkommen sein. Es wird immer Unrecht, Krankheit, Leid und Tod geben. Aber:

Gott hat uns eine neue Welt versprochen. Dort wird es kein Unrecht mehr geben. Dort wird Gottes Wille getan. Auf diese neue Welt warten wir. (2.Petrus 3,13).

Wir sind traurig über das Unrecht und das Leid dieser Welt. Wir haben eine große Lust, Gottes neue Welt zu sehen. Im letzten Buch der Bibel lesen wir darüber:

Gott wird bei den Menschen wohnen. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen. Es wird kein Tod mehr sein, auch kein Leid und kein Schmerz. (Offenbarung 21,3-4).

Diese neue Welt werden wir erst sehen, wenn Jesus Christus wiederkommt. Deshalb sagen wir: "Komm, Herr Jesus!" (Offenbarung 22,20). Deshalb beten wir "Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de