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Das Vater Unser

Die Lehre unseren Herrn Jesus Christus
über das Gebet

8.Teil: Vergebung der Schuld

Darum sollt ihr also beten:
    Vergib uns unsere Schuld.

Matthäus 6, 12

Wir bitten Gott für das, was wir brauchen

Wir Menschen brauchen viele Dinge zum Leben. Gott will sie uns auch geben. Wir dürfen ihn darum bitten. Unser Körper braucht zum Beispiel Nahrung. Deshalb lehrte Jesus uns bitten: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Aber auch unsere Seele braucht etwas. Auch darum dürfen wir Gott bitten. Das allererste, was unser innerer Mensch braucht, ist die Vergebung unserer Schuld. Es geht natürlich nicht um Geldschulden sondern um Schuld bei Gott.

Wir sind alle bei Gott schuldig

Gott hat uns Menschen geschaffen und uns gesagt, wie wir leben sollten, aber wir sind eigene Wege gegangen:

Wie Schafe sind wir alle in die Irre gegangen, jeder von uns ging seinen eigenen Weg. (Jesaja, 53, 6)

Schon der weise König Salomo wusste:

Es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt. (1. Könige 8, 46)

In seinem Buch der Sprüche fragte er:

Wer kann behaupten, "Ich habe mein Herz von Verfehlung rein gehalten"? (Sprüche 20,9)

In seinem Brief an die Christen in Rom gab der Apostel Paulus die Antwort:

Alle Menschen haben gesündigt und verfehlen Gottes Herrlichkeit. (Römerbrief 3, 23)

Wir alle brauchen Gottes Vergebung

Wenn wir bei Gott auf der Anklagebank sitzen, haben wir keine Chance. Das wusste der Psalmist:

Gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. (Psalm 143, 2)

Aber es gibt eine Chance! Gott will uns nicht verurteilen, sondern vergeben:

Wenn du, Herr, Sünden anrechnest, Herr, wer kann bestehen? Doch bei dir ist Vergebung, dass man dich fürchte. (Psalm 130, 4)

Gott vergibt uns, wenn wir offen zugeben, dass wir schuldig sind

König David im Alten Testament hatte etwas schreckliches getan. Er verliebte sich in die Ehefrau eines seiner Offiziere und brach mit ihr die Ehe. Als sie schwanger wurde, ließ er ihren Mann in der Schlacht umbringen. Man kann die Geschichte lesen im 2.Buch Samuel Kapitel 11.

Lange Zeit wollte David nicht wahrhaben, dass er etwas verkehrtes gemacht hatte. Aber er hatte große Gewissensbisse. Endlich beschloss er, reinen Tisch mit Gott zu machen. Er sagte zu Gott: „Ich habe gesündigt“. Und Gott vergab ihm. Zu lesen in Psalm 32, Verse 3-5.

Es hat wirklich keinen Sinn, Gott etwas vorzumachen. Er kennt uns besser, als wir selber.

Wenn wir meinen, bei uns ist alles in Ordnung, täuschen wir uns selbst. Wenn wir sagen, wir haben nie etwas falsches gemacht, dann sagen wir, Gott habe gelogen.

Aber wenn wir unsere Fehler zugeben, dann wird Gott uns vergeben und uns von jedem Vergehen reinigen. (1.Johannesbrief 1, 8-10)

Gott vergibt uns, wenn wir unser Vertrauen auf Jesus Christus setzen

Jesus wurde einmal zum Essen eingeladen. Der Gastgeber, ein sehr frommer Mann, war schockiert, als eine lockere Frau plötzlich in den Speisesaal kam und Jesus anrührte. Aber Jesus sagte zu der Frau:

Dir sind deine Sünden vergeben. Dein Glaube hat dir geholfen. Geh hin in Frieden! (Lukas 7, 48-50)

Das gilt nicht nur für diese Frau, sondern für jeden von uns, wie der Apostel Petrus sagte:

Durch Jesus werden allen Menschen die Sünden vergeben, wenn sie an ihn glauben. (Apostelgeschichte, 10, 43)

Gott vergibt uns, weil Jesus Christus für uns am Kreuz starb

Der Apostel Paulus schrieb mehrere Briefe, um seinen Freunden zu erklären, was Jesus für sie getan hat. Wir können seine Briefe heute im Neuen Testament lesen. Dort schrieb er:

Jesus, Gottes Sohn, hat uns um den Preis seines eigenen Lebens freigekauft. Gott vergibt unsere Schuld, weil Jesus den Schuldschein ans Kreuz nagelte. (Kolosser 1, 14; 2, 14)

Jesus Christus bezahlte unsere Schuld mit seinem eigenen Leben. Im Sterben betete er noch zu Gott:

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.  (Lukas 22, 34)

Wir denken daran, wenn wir das Abendmahl feiern. Jesus sagte damals:

Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das vergossen wird für euch zur Vergebung der Sünden.

Wir dürfen wissen, dass Gott uns vergeben hat

Einmal sprach Jesus zu vielen Menschen in einem Haus. Plötzlich fiel Staub von der Decke. Vier Männer deckten das Dach ab. Sie wollten ihren kranken Freund zu Jesus bringen. Weil er gelähmt war, ließen sie ihn auf seiner Matte mit Seilen durch das Loch im Dach hinab. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Kranken:

"Mein Sohn, dir sind die Sünden vergeben."  (Markus 2, 5)

Viele Zuhörer waren schockiert. Wer darf einfach einem Menschen die Sünden vergeben? „Ich will euch zeigen, dass ich das darf,“ antwortete Jesus, und machte den kranken Mann auf der Stelle gesund. Das gilt nicht nur für den gelähmten Mann damals, sondern auch für jeden von uns heute, wie der Apostel Paulus versichert:

Gott hat uns von allen unseren Vergehen begnadigt.  (Kolosser 2, 13)

Wenn wir an Jesus Christus glauben, dürfen wir sicher sein, dass wir das ewige Leben haben:

Gott hat uns ewiges Leben geschenkt. Dieses ewige Leben gehört uns durch Gottes Sohn, Jesus Christus,. Wenn man zu Jesus gehört, hat man das ewige Leben. Das habe ich euch geschrieben, die an den Namen Jesu Christi, des Sohnes Gottes, glaubt, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt.  (1. Johannes 5, 12-13)

Wenn man diese Gewissheit hat, kann man aufatmen, wie einst König David:

Man kann richtig froh sein, wenn Gott uns die Verfehlungen vergeben hat und sie nicht mehr anrechnet, weil sie gesühnt sind.  (Psalm 32, 1-2)

Diese Freude wünsche ich allen Lesern der CGG-Homepage!

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de