Die Lehre von Gott

Teil 3: Falsche Theorien über die Existenz Gottes

Lektion 1: Atheismus, Agnostizismus, Deismus

Lernziele:

  1. Die ersten falschen Theorien über die Existenz Gottes angeben
  2. Den Glauben (die Auffassung) jeder Theorie darlegen
  3. Einen Vorschlag (Hinweis/Anregung) geben, der beim Gespräch mit Anhängern dieser Theorien hilfreich sein kann.

8-1 Wir haben fünf Argumente vorgestellt, die zeigen, dass Gott existiert. Außerdem weisen sie darauf hin, dass Gott allmächtig und heilig ist. Er hat Intellekt, Gefühl und Willen. Er liebt uns und möchte mit uns in Verbindung treten. Trotz dieser Beweise, die wir aufführten, vertreten einige Menschen falsche Vorstellungen über die Existenz Gottes. Wir werden diese falschen Vorstellungen falsche Theorien nennen (eine Theorie ist eine Idee oder Vorstellung, die noch nicht bewiesen ist).

Unser Ziel beim Studium dieser falschen Theorien über die Existenz Gottes ist das Kennenlernen ihrer Lehren und das Auseinandersetzen mit den Anhängern dieser Ideen. In der heutigen Zeit, kurz vor der Wiederkunft Christi, ist dieses Wissen besonders wichtig, weil solche falschen Theorien zunehmen und immer populärer werden. In einer vorhergehenden Lektion lernten wir, dass der Ursprung falscher Lehren der
 ist.  


8-2 Eine Theorie ist eine Idee oder Vorstellung, die noch nicht
 worden ist.  


8-3 Wir wollen Antworten auf diese falschen Theorien haben. Deshalb ist es notwendig, die biblischen Lehren über die Existenz Gottes darzulegen; außerdem ist es nützlich, die fünf Argumente für die Existenz Gottes zu bringen. Für jede falsche Theorie gibt es bestimmte Hinweise, die uns helfen können, wenn wir im Gespräch mit Anhängern dieser Theorien sind. Diese Hinweise werden beim Studium jeder einzelnen Theorie aufgeführt.

Wir sollten die biblischen Lehren über die Existenz Gottes und die fünf Argumente den Anhängern

  (a)  sämtlicher falscher Theorien
  (b)  der Evolutionstheorie
  (c)  einiger falscher Theorien

entgegenhalten.




8-4 Wir werden sechs falsche Theorien betrachten:

  • Atheismus,
  • Agnostizismus,
  • Deismus,
  • Pantheismus,
  • Polytheismus und
  • Dualismus
1. Atheismus: Das Wort "theismus" heißt der "Glaube an die Existenz Gottes, den Schöpfer des Universums". Der Buchstabe "a" vor einem Wort verändert den Sinn völlig und besagt eine Verneinung der ursprünglichen Bedeutung (Vorsilbe oder Präfix).

Deshalb ist der Atheismus der Name einer falschen Theorie, die

  (a)  besagt, dass es viele Götter gibt.
  (b)  die Existenz Gottes bejaht.
  (c)  die Existenz Gottes verneint.




8-5 Diejenigen, die behaupten, dass Gott nicht existiert, sind als   bekannt.




8-6 Der Atheismus hat sich in den letzten Jahren sehr verbreitet und ist einer der Gründe für die Zunahme der Unmoral und Kriminalität. Warum hat der Atheismus zu dieser Verbreitung beigetragen?

  (a)  Weil der Atheismus aus guten Menschen schlechte Menschen macht.
  (b)  Weil der Atheismus den Glauben zerstört, und dadurch die ehemaligen Gläubigen auf die schiefe Bahn geraten.
  (c)  Weil der Mensch denkt: falls Gott nicht existiert, kann ich so leben, wie ich will und muß niemandem Rechenschaft abgeben.




8-7 Laut Psalm 14,1 ist der Atheist  




8-8 Der Kommunismus, der sich gegen Ende des vorigen Jahrhundertes als ein politisches System in vielen Ländern ausgebreitet hat, leugnet die Existenz Gottes. Deshalb sind die Kommunisten Anhänger einer falschen Theorie, die als    bezeichnet wird.




8-9 Für den Kommunisten nimmt die Regierung den Platz Gottes ein. Kommunismus ist eines der humanistischen Systeme, dessen Anhänger die Existenz Gottes leugnen und den

  (a)  Menschen
  (b)  Atheisten
  (c)  Führer

auf ein Podest erhöhen.




8-10 Die meisten Atheisten glauben an den Materialismus. Damit meinen wir, dass sie den geistlichen Teil des Menschen verneinen. Sie bemühen sich, die Existenz aller Dinge auf der Basis einer ursprünglichen materiellen Existenz zu erklären. Dies bringt sie zu der Behauptung, dass alles Lebende sich von der einfachsten Lebensform entwickelt hat - durch einen langen Prozess, der

  (a)  Schöpfung
  (b)  Evolution (Entwicklungslehre)
  (c)  Vererbung

genannt wird.


8-11 Der Atheismus sagt, dass Gott  




8-12 In Lernabschnitten 8-9 und 8-10 erwähnten wir vier Philosophien (Vorstellungen über das Leben), die eng mit dem Atheismus verknüpft sind:

  (a)  Theologie
  (b)  Kommunismus
  (c)  Materialismus
  (d)  Mathematik
  (e)  Evolution
  (f)  Humanismus




8-13 Die meisten Atheisten legen einen intellektuellen Stolz an den Tag, weil sie ihre Auffassungen als weiter fortgeschritten im Vergleich zu anderen betrachten. Sie meinen, dass "Religion" und "Sittlichkeit" altmodische Ideen sind. Viele Atheisten empfinden jedoch ein inneres, geistliches Bedürfnis, welches der Atheismus nicht zufriedenstellen kann. Wenn man einem Atheisten Zeugnis gibt, so sollte man ihm klarmachen, dass er eigentlich die wunderbaren Dinge verpaßt, die Gott denen gibt, die Christus vertrauen. Lesen Sie die folgenden Verse und kreuzen Sie einige Dinge an, die Sie dem Atheisten zeigen könnten, an denen er keinen Anteil hat: Psalm 107,9; Johannes 6,47; Johannes 14,27:

  (a)  Zufriedenheit
  (b)  Sündenvergebung
  (c)  Güte (Freundlichkeit)
  (d)  ewiges Leben
  (e)  Frieden
  (f)  Liebe




8-14 2. Agnostizismus: Der Name der zweiten falschen Theorie stammt von dem griechischen Wort "gnosis" ab, was "Wissen" bedeutet. Wie auch bei dem Wort Atheismus, verändert die Vorsilbe "a" am Anfang des Wortes die Bedeutung völlig und besagt eine    der ursprünglichen Bedeutung.




8-15 Das Lexikon erklärt Agnostizismus folgendermaßen: "Die Lehre, dass man von einem absoluten Sein oder Gott nichts wissen könne und daher die Frage nach seinem Dasein unentschieden lassen müsse." Hinsichtlich der Theologie und der Existenz Gottes erklärt der Agnostizismus demzufolge, dass wir nicht wissen können, ob    oder nicht.




8-16 Nennen Sie die falsche Theorie, welche behauptet, dass wir nicht wissen können, ob Gott existiert oder nicht:

  (a)  Atheismus
  (b)  Deismus
  (c)  Agnostizismus




8-17 Was die Theologie betrifft, sagt der Agnostizismus, dass es unmöglich ist zu wissen, ob Gott existiert oder nicht. Wie der Atheismus ist diese Vorstellung sehr verbreitet. Der Agnostiker will nichts glauben, dass nicht von wissenschaftlicher Forschung bewiesen ist. Er selber akzeptiert im Glauben jedoch viele Dinge, die wissenschaftlich noch nicht bewiesen sind. Dazu gehören die Realität (Wirklichkeit) der Vergangenheit, die nur im Gedächtnis existiert und die Realität seiner eigenen Existenz, sowie die jedes anderen Menschen. Diese Tatsache ist für unser Zeugnis dem Agnostiker gegenüber sehr dienlich. Wir können ihm helfen, zu erkennen, dass er im Glauben auch

  (a)  die Existenz Gottes verneinen kann.
  (b)  die Existenz Gottes (biblische Wahrheit) annehmen kann.
  (c)  nicht wissen kann, ob es Gott gibt.




8-18 Worin liegt der Unterschied in der Lehre der Atheisten und der Agnostiker?

  (a) Der Atheist sagt, dass Gott nicht existiert; der Agnostiker meint, dass man nicht wissen kann, ob Gott existiert oder nicht.
  (b) Der Atheist sagt, dass man nicht wissen kann, ob Gott existiert oder nicht; der Agnostiker meint, dass Gott nicht existiert.




8-19 Welche biblische Wahrheit sollten wir dem Agnostiker zeigen, um ihm Hilfe zu leisten, damit er seine Zweifel und Unsicherheit überwindet?

  (a) Durch den Glauben an Christus kann der Mensch Gott persönlich kennenlernen und somit die Gewißheit seiner Erlösung haben.
  (b) Der Agnostiker soll den Schöpfungsbericht der Bibel lesen, um zu erkennen, dass die Evolutionstheorie ein Lügengebäude ist.
  (c) Der Agnostiker sollte mehr der Bibel vertrauen als der Wissenschaft.




8-20 Lesen Sie die folgenden Verse und erklären Sie dann, weshalb sie beim Zeugnisgespräch mit einem Agnostiker passend sind:

2. Timotheus 1,12; 1. Johannes 3,14; 1. Johannes 5,13.

  (a) Sie weisen darauf hin, dass das regelmäßige Lesen der Bibel dem Agnostiker helfen kann, seine Zweifel zu überwinden.
  (b) Sie zeigen, dass derjenige, der an Christus glaubt, die Gewißheit hat, Gott zu kennen und auch wissen kann, dass er erlöst ist.
  (c) Sie werden dem Agnostiker Erkenntnisse geben, dass die Bibel von Gott eingegeben ist.




8-21 3. Deismus: Deismus ist eine Theorie, die Gott als Schöpfer des Universums anerkennt. Sie läßt aber nicht gelten, dass Gott sich persönlich offenbart hat und auch nicht, dass es möglich ist, Gott zu kennen und ihn anzubeten.

Diese falsche Theorie lehrt die Existenz eines ewigen Gottes, der am Anfang das Universum schuf und gewisse Naturgesetze festlegte. Dann liess er das Universum allein weiterfunktionieren in Übereinstimmung mit den gegebenen Gesetzen.

Ein Teil dessen, was der Deismus sagt, ist wahr, anderes jedoch falsch. Wählen Sie die Teilaussage, die falsch ist.

  (a) Deismus lehrt die Existenz eines ewigen Gottes, der am Anfang das Universum schuf und gewisse Naturgesetze festlegte.
  (b) Dann liess er das Universum allein weiterfunktionieren in Übereinstimmung mit den gegebenen Gesetzen.




8-22 Glaubt der Deist, dass Gott an seinen geschaffenen Wesen persönlich interessiert ist?  




8-23 Die Theorie, die die Ansicht vertritt, dass Gott das Universum schuf und die Naturgesetze festlegte, das Ganze aber dann allein weiterfunktionieren ließ, nennt man  




8-24 Der Deist ist der Meinung, dass Gott nicht in das Universum eingriff, um sich persönlich in irgendeiner Weise zu offenbaren, seitdem er es allein weiterfunktionieren ließ.

Welche der fünf Argumente für die Existenz Gottes sind besonders angebracht bei der Unterhaltung mit einem Deisten?

  (a)  Das biblische Argument
  (b)  Das christologische Argument
  (c)  Das kosmologische Argument
  (d)  Das teleologische Argument
  (e)  Das anthropologische Argument




8-25 Welchen der folgenden Verse würden Sie gebrauchen, um einem Deisten ein Zeugnis zu geben? 1. Mose 1,1; Hebräer 1,1; Psalm 19,1.  




8-26 Weshalb sind Verse wie Hebräer 1,1 eine Hilfe, um einem Deisten Zeugnis zu geben?

  (a)  Sie zeigen, dass Gott den Himmel und die Erde geschaffen hatte.
  (b)  Sie zeigen, dass sich Gott persönlich den Menschen offenbart hat.
  (c)  Sie zeigen, dass Jesus Christus bei Gott war.




Testaufgaben

T8-1 Führen Sie die drei falschen Theorien an, die wir bislang durchnahmen:




T8-2 Atheismus sagt aus:

  (a)  daß Gott nicht existiert.
  (b)  daß Gott existiert.
  (c)  daß man nicht feststellen kann, ob es Gott gibt oder nicht.




T8-3 Welches Argument eignet sich besonders für ein Gespräch mit einem Atheisten?

  (a)  Wenn er nicht an Jesus Christus glaubt, kommt er in die Hölle.
  (b)  Er würde imLauf des Lebens mehr Probleme bekommen, wenn er nicht an Gott glaubt.
  (c)  Dass er die wunderbaren Dinge verpaßt, die Gott denen gibt, die Christus vertrauen.




T8-4 Was lehrt der Agnostizismus?

  (a)  Man kann festellen, dass Gott nicht existiert.
  (b)  Es ist unmöglich zu wissen, ob Gott existiert oder nicht.
  (c)  Es ist möglich, Gott zu erkennen.




T8-5 Es ist gut, dem Agnostiker Verse zu zeigen, die darauf hinweisen, dass der Mensch Gott persönlich   kann durch den Glauben und somit die     der Erlösung hat.




T8-6 Der Deismus lehrt, dass Gott das Universum schuf und die Naturgesetze festlegte und dann

  (a)  die Pflanzen, die Tiere und die Menschen erschuf.
  (b)  ruhte sich am siebten Tag von allen seinen Werken aus.
  (c)  das Ganze allein weiterfunktionieren ließ.




T8-7 Welche der fünf Argumente für die Existenz Gottes sind besonders angebracht bei der Unterhaltung mit einem Deisten?

  (a)  Das biblische Argument
  (b)  Das christologische Argument
  (c)  Das kosmologische Argument
  (d)  Das teleologische Argument
  (e)  Das anthropologische Argument




Schreiben Sie auswendig Hebräer 11,3 nieder:





Für die nächste Lektion lernen Sie bitte den ersten Teil von 2. Timotheus 1,12 auswendig (bis "an wen ich glaube").