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Wissenschaftliche Themen aus christlicher Sicht

Ist das Universum für den Menschen gemacht?

Immer mehr Astronomen, Kosmologen und Physiker behaupten, dass das Universum auf den Menschen zugeschnitten ist! Das heißt, das Universum ist so beschaffen, dass das Leben auf der Erde möglich ist. Wie ist das möglich?

 Zuerst studieren wir vier universale Grundkräfte, die das Weltall zusammenhalten:

Starke Kernkraft
Elektromagnetische Kraft
Schwache Kernkraft
Gravitationskraft.

Die Gravitationskraft (= Schwerkraft) ist die Kraft, die z.B. einen hochgeworfenen Ball auf den Erdboden zurückfallen lässt. Sie lässt den Mond um die Erde und die Planeten auf ihrer Bahn im die Sonne kreisen und hält die Galaxien zusammen.

Die elektromagnetische Kraft wirkt zwischen Teilchen, die elektrische Ladung besitzen. Teilchen mit entgegengesetzter elektrischer Ladung (plus und minus) ziehen sich gegenseitig an, Teilchen gleicher Ladung (plus und plus, minus und minus) stoßen sich gegenseitig ab.

Die starke Kernkraft und die schwache Kraft sind nur im Bereich des Atomkerns wirksam. Jedes Atom besteht aus einem Kern und einer Hülle. Der Kern enthält Protonen und Neutronen (nur das Wasserstoffatom hat keine Neutronen). Die Hülle enthält Elektronen. Das Proton trägt positive elektrische Ladung, das Neutron ist dagegen elektrisch neutral – daher auch sein Name. Die Anzahl der Elektronen ist immer gleich der Anzahl der Protonen. Das Elektron wird aufgrund der elektromagnetischen Kraft von einem Proton angezogen. Da die Protonen positiv geladen sind, würden sie sich im Atomkern voneinander abstoßen. Aber die starke Kernkraft, die viel stärker als die elektromagnetische Kraft ist, halten die Protonen zusammen. Was die Kernkraft zusammenbindet, kann die elektromagnetische Kraft nicht trennen.

Die schwache Kernkraft steuert den radioaktiven Zerfall von Atomen. Sie spielt bei der Umwandlung eines Neutrons in ein Proton im Atomkern eine Rolle.

Das Universum ist außergewöhnlich! Warum? Das Universum ist vermutlich durch einen Urknall entstanden. Wenn vier Grundkräfte dabei zufällig entstanden würden, würde jede Grundkraft einen beliebigen Wert annehmen. Aber die Grundkräfte, wie wir sie im Universum finden, sind aufeinander so harmonisch abgestimmt (Feinabstimmung), dass im Universum das Leben möglich ist. Wir selbst sind der beste Beweis dafür. Denn unsere Existenz beweist, dass das Universum ganz außergewöhnlich ist! Wir können diese Feinabstimmung am besten verstehen, wenn wir ein Was-Wäre-Wenn-Spiel machen:

Was würde passieren, wenn irgendeine von vier Grundkräften in unserem Weltall verändert würden? Die Wissenschaftler haben durch theoretische Berechnungen und Simulationen im Computer folgendes festgestellt:

Wenn man zum Beispiel die elektromagnetische Kraft herabsetzte, würden Elektronen und Atomkerne nicht länger aneinander haften. Wir lebten dann in einer Welt, in der keine chemischen Reaktionen ablaufen könnten! In diesem Fall wäre das Leben nicht möglich!

Wäre die Gravitationskraft schwächer oder die schwache Kernkraft stärker, hätte es nie Wasser geben können.

Der Wiener Kernphysiker Professor Heinz Oberhummer hat entdeckt, dass es entweder keinen Kohlenstoff oder keinen Sauerstoff und somit auch kein Leben gäbe, wenn die Kernkräfte nur um ein halbes Prozent verändert würde!

Der Kosmologe Timothy stellt fest:

„Wären die Protonen nur um ein Prozent schwerer, würden sie spontan zu Neutronen zerfallen; dann könnten keine Wasserstoffatome existieren, keine Sterne leuchten. Und ohne Sterne (d.h. ohne unsere Sonne) gäbe es kein Leben.“


Wären die Protonen nur um ein Prozent schwerer, gäbe es keine Sterne wie diese und somit auch keine Sonne

Die beiden Astronomen John D. Barrow und Joseph Silk kommen zu einem ähnlichen Ergebnis.

„Wurde der Kosmos sorgsam auf ... das Leben abgestimmt? Dass sich unser Universum dem Leben gegenüber so überraschend gastfreundlich verhält, hat sich bestimmt nicht erst im Zuge der Evolution ergeben. Dass die Naturgesetze die Existenz von Sternen und Planetensystemen gestatten, aber auch wirklich nur gerade gestatten, hat mit den Variationsmöglichkeiten der Evolution nichts zu tun. Solch unveränderliche Eigenschaften besitzt die Welt entweder, oder sie besitzt sie nicht. Dass tatsächlich eine ganze Anzahl voneinander unabhängiger Eigenschaften zusammentrifft, ... könnte die Vermutung aufkeimen lassen, unser Kosmos sei zum Zweck unseres Erscheinens entworfen worden. Wäre es nicht möglich, dass sich hinter diesen bemerkenswerten „Zufällen“ ein großer Planer verbirgt?“

Die ungewöhnliche Feinabstimmung der Naturgesetze veranlasst Michael Turner, Astrophysiker der University of Chicago, folgende Feststellung zu äußern:

"Die Präzision ist etwa so, wie wenn jemand einen Dartpfeil durch das gesamte Universum wirft und auf der anderen Seite exakt die Mitte trifft, die nur einen Millimeter groß ist."

Die Tatsache, dass der Kosmos auf den Menschen zugeschnitten ist, nennt man das anthropische Prinzip. Wie ist das möglich, dass der Kosmos auf den Menschen zugeschnitten ist? Der Mensch hatte sicher keinen Einfluss auf die Entstehung und Entwicklung des Universums. Verdanken wir das alles dem Zufall? Oder steckt dahinter doch eine göttliche Planung?

Wenn nur die so fein aufeinander abgestimmten Naturgesetze die Existenz des Universums erlauben, dann wird die Schlussfolgerung auf einen Schöpfer, der das alles so konzipiert hat, geradezu zwingend, oder?

Es darf nicht verschwiegen werden, dass die atheistischen Wissenschaftler, welche die Schöpfer-Deutung ablehnen, ein anderes Erklärungsmodell zur Deutung der Feinabstimmung entwickelt haben.

Sie argumentieren folgendes: Wir leben in einem so genannten Multiversum, das aus unendlich vielen Paralleluniversen besteht, von dem unseres gerade zufällig die richtigen Lebensbedingungen mitbrachte. Diese Universen entwickeln sich unabhängig voneinander und besitzen unterschiedliche Naturgesetze. Die meisten Universen sind so beschaffen, dass in ihnen kein Leben entstehen konnte. Welches Universum dabei perfekt wird und Leben hervorbringt, entscheidete der Zufall allein.

Kritisch anzumerken ist, dass diese Vieluniversen-Theorie eine abenteuerliche Spekulation ist und nur deshalb entwickelt wurde, um die Schlussfolgerung auf einen Schöpfer vermeiden zu können. Es gibt keinen einzigen Hinweis auf die Existenz der Paralleluniversen. Diese Wissenschaftler betonen immer wieder, dass Gott in der Wissenschaft nichts zu suchen hat. Ich meine aber, dass es nicht wissenschaftlich ist, die Schöpfer-Deutung von vornherein auszuschließen.

Finger Gottes

Dass das Universum für den Menschen erschaffen wurde, zeigen auch die folgenden so genannten Finger Gottes:

 Man hatte im Jahre 1989 eine dreidimensionale Verteilung von insgesamt 15.000 Galaxien aufgestellt und sie auf einer Karte des Kosmos übertragen. Jeder weiße Punkt in dieser Karte stellt keinen Stern, sondern eine Galaxie dar! Auffallend sind neben den großen Galaxienhaufen die blasenförmigen Leerräume. Es gehört zu einem der vielen Geheimnisse der Kosmologie, warum man gerade an den Grenzen zu den Leerräumen die Galaxien findet.

 Die Karte ist so aufgebaut, dass unsere Galaxie in der Mitte liegt. Eines hat die Astronomen überrascht: Wie die Speichen eines riesigen Wagenrads weisen Strukturen wie Zeiger auf uns. Sie sind in der Fachliteratur als Finger Gottes bekannt. Der Mensch also doch in der Mitte? Aber unser Universum hat keinen Mittelpunkt. Aber der Mensch liegt jedenfalls in der Mitte des Interesses Gottes. Es ist sicher kein Zufall, dass sich viele Galaxien in die Speichen eingereiht hatten, die auf unsere Galaxie zeigen.

Hans-Holger Miebach